Lexikon
Volksbrauch
Brauchauf den Normen einer sozialen Gruppe oder Schicht, einer Teil- oder Gesamtkultur beruhendes, nicht schriftlich fixiertes Handlungsmuster, dessen Nichtbeachtung zumindest auffällt, schlimmstenfalls negativ sanktioniert (bestraft) wird. Der Volksbrauch entlastet von individuellen Überlegungen zum „richtigen“ Verhalten; er ist termin- (z. B. Fastnacht, Weihnachten) oder sachorientiert (z. B. Hochzeit, „Einstand“, Gruß und Anrede) oder beides. Während sich die Volkskunde früher vor allem für seine mythischen Ursprünge interessierte und die Überlieferungsdauer der Formen betonte (Tradition), wendet sie sich in neuerer Zeit mehr seiner Funktion zu. Über das Verhältnis zwischen Sitte und Brauch besteht keine einheitliche Meinung; teils sieht man begriffliche Unterschiede (z. B. Sitte als Norm, Brauch als zugehörige Form), teils verwendet man die Begriffe synonym. Gewohnheiten werden meist als individuelle Gegenstücke zu den Bräuchen gesehen.
Wissenschaft
Lockdowns ließen Gehirne von Jugendlichen schneller reifen
Die Lockdowns während der Corona-Pandemie haben unser aller Zusammenleben stark beeinflusst. Von den Kontaktbeschränkungen mit am meisten betroffen waren Kinder und Jugendliche, was sich häufig in psychischen Folgen zeigte. Nun legen Gehirnscans nahe, dass die Lockdowns auch die Gehirnentwicklung von Teenagern verändert haben....
Wissenschaft
Algen als Stickstofflieferanten
In verschiedenen Meeresalgen haben Forschende neuartige Symbiosen mit stickstofffixierenden Bakterien entdeckt. Eine dieser Symbiosen geht sogar so weit, dass sich Bakterium und Alge zu einem einzigen Organismus entwickelt haben. von ELENA BERNARD Kieselalgen produzieren nicht nur jede Menge Sauerstoff. Sie tragen auch dazu bei,...