Lexikon

Volksfrömmigkeit

Volksreligiösität; populare Religiösität
Sammelbezeichnung für vielfältige religiöse Praktiken, von denen angenommen wurde, dass sie eine „ursprüngliche Religion“ bewahren und im Gegensatz zur schriftlich fixierten religiösen Lehre der theologischen Eliten stünden; besonders sinnliche und emotional ansprechende Vorstellungen und Bräuche wie Wallfahrten, Prozessionen, Heiligen- oder Marienverehrung, Votivwesen, erbauliche Lektüre oder der Glaube an (Schutz-)Engel wurden hierunter zusammengefasst. Die heutige Kultur- und Religionswissenschaft wendet sich von dem Begriff der Volksfrömmigkeit ab, da die Unterscheidung zwischen einer Religiösität der gebildeten Eliten und der Massen nicht mehr trägt.
Wissenschaft

Überraschende Nahrung eines Urvogels

Er erinnert an einen Eisvogel – doch entgegen der bisherigen Annahme fraß der kleine Longipteryx vor 120 Millionen Jahren keine Fische oder Insekten, sondern Früchte. Dies geht aus zwei Fossilien des Urvogels hervor, bei denen sich Samenkörner im Magen erhalten haben. Möglicherweise war die Entwicklung seines ungewöhnlich langen...

Foto der tätowierten Hand einer 1200 Jahre alten Mumie
Wissenschaft

Komplexe Tätowierungen auf Mumien in Peru entdeckt

Tattoos sind ein uralter und bis heute beliebter Körperschmuck. In der präkolumbischen Chancay-Kultur in Südamerika hatten sie offenbar eine größere Bedeutung als bislang gedacht. Denn auf der Haut von rund 1 200 Jahre alten Mumien aus Peru haben Forschende feingliedrige Tätowierungen aus komplexen Mustern entdeckt. Die Tinte war...

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