Lexikon

Volksfrömmigkeit

Volksreligiösität; populare Religiösität
Sammelbezeichnung für vielfältige religiöse Praktiken, von denen angenommen wurde, dass sie eine „ursprüngliche Religion“ bewahren und im Gegensatz zur schriftlich fixierten religiösen Lehre der theologischen Eliten stünden; besonders sinnliche und emotional ansprechende Vorstellungen und Bräuche wie Wallfahrten, Prozessionen, Heiligen- oder Marienverehrung, Votivwesen, erbauliche Lektüre oder der Glaube an (Schutz-)Engel wurden hierunter zusammengefasst. Die heutige Kultur- und Religionswissenschaft wendet sich von dem Begriff der Volksfrömmigkeit ab, da die Unterscheidung zwischen einer Religiösität der gebildeten Eliten und der Massen nicht mehr trägt.
Knochen der linken Hand des gefundenen Skeletts von Paranthropus boisei
Wissenschaft

So sahen die Hände der frühen Homininen aus

Vor etwa 1,5 Millionen Jahren lebten mehrere Vormenschen-Gruppen in Afrika, darunter Vertreter des Paranthropus boisei. Von diesem entfernten Verwandten des modernen Menschen haben Paläontologen nun ein ungewöhnliches Set an fossilen Knochen entdeckt. Unter den Fundstücken sind erstmals auch Handknochen von Paranthropus boisei....

Ein Embryoid am 8. Tag. ©M. Zernicka-Goetz
Wissenschaft

»Entscheidend ist die Empfindungsfähigkeit«

Welcher Schutz sollte Embryoiden – stammzellbasierten Embryonen – zukommen? Die Bioethikerin Hannah Schickl über Standpunkte in der Forschung.

Der Beitrag »Entscheidend ist die Empfindungsfähigkeit« erschien zuerst auf...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon