Lexikon
Volleyball
[
ˈvɔli-; englisch
]1895 von dem US-amerikanischen Sportlehrer William C. Morgan (* 1870, † 1942) unter dem Einfluss von Basketball, Handball, Tennis und Faustball entwickeltes Ballspiel (ursprünglicher Name: Mintonette) für zwei Mannschaften mit jeweils sechs Spielern. Das Spielfeld (18×9 m) ist in der Mitte durch ein Netz (2,43 m hoch bei den Herren, 2,24 m hoch bei den Damen) getrennt. Jede Spielhälfte hat parallel zum Netz einen Angriffsraum von 3 m, die Grundlinie wird zur Aufgabe (erster Ballkontakt, der den Ball ins gegnerische Feld bringt) genutzt. Der Kunstlederball besitzt einen Durchmesser von 65–67 cm und wiegt zwischen 260 und 280 g.
Ziel des Spiels ist es, den Ball so über das Netz zu bringen, dass die gegnerische Mannschaft den Ball nicht erreichen kann. Der ankommende Ball kann mit dem ersten, muss aber spätestens mit dem dritten Ballkontakt über das Netz gebracht werden. Der Ball darf nicht von demselben Spieler zweimal hintereinander berührt, gefangen oder mit den Händen geschoben werden. Volleyball besteht aus vier Balltechniken: pritschen, baggern, schmettern, blocken. Nach einem Aufgabewechsel rotiert die aufgebende Mannschaft im Uhrzeigersinn.
Seit 1999 wird nach dem Rallye-Point-System gezählt, d. h., jeder Fehler zählt als Punkt. Zuvor konnte nur diejenige Mannschaft punkten, die das Aufgaberecht hatte. Drei Gewinnsätze sind zum Sieg erforderlich, wobei für einen Satz 25 Punkte (früher 15) benötigt werden und (wie früher) zwei Punkte Vorsprung gewährleistet sein müssen. Kommt es zu einem fünften Satz, wird dieser bis 15 gespielt, wobei nach 8 Punkten die Seiten gewechselt werden.
Volleyball wurde international erstmals 1913 bei den Ostasiatischen Spielen ausgetragen und verbreitete sich nach dem Zweiten Weltkrieg auch in Europa. Seit 1964 für Damen und Herren olympische Disziplin; Weltmeisterschaften werden seit 1949 (Herren) bzw. 1953 (Damen) veranstaltet.
Wissenschaft
Bewaffnet die Stirn bieten
Horn oder Geweih: Wer trägt was und warum, und woraus besteht der Stirnaufsatz? Eine kleine zoologische Kopfschmuckkunde. von CHRISTIAN JUNG Auf dem Kopf des männlichen Hirschs sitzt ein spitzes Geweih – ein Kopfschmuck, der mit zunehmendem Alter durch Pracht und Größe beeindruckt. In Szene gesetzt durch entsprechendes...
Wissenschaft
Starken Keltinnen auf der Spur
Wenn griechische und römische Gelehrte über Kelten schreiben, betonen sie das ihnen eigenartig erscheinende Auftreten der Frauen. Historiker haben diesen antiken Quellen lange misstraut. Doch genetische Analysen untermauern nun deren Glaubwürdigkeit. von DAVID NEUHÄUSER Die Frauen Galliens gleichen den Männern nicht nur in ihrer...