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LEXIKON

Waadt

[die]
Waadtland, französisch Vaud
Flagge von Waadt
Schweiz: Kantone
Schweiz: Kantone
Kanton in der Südwest-Schweiz, zwischen Neuenburger und Genfer See, 3212 km2, 626 000 Einwohner, Hauptstadt Lausanne. Der viertgrößte Kanton der Schweiz hat Anteil an Jura, Mittelland und Alpen. Im Westen erreichen die Juraketten im Mont Tendre (1679 m) ihre größte Höhe auf Schweizer Boden. Sie schließen das Längstal Vallée de Joux mit dem Lac de Joux ein, eine teilweise verkarstete und bewaldete Landschaft, mit dem Wintersportzentrum Le Brassus. Im Südosten zwischen Rhône und Berner Oberland erheben sich die Waadtländer Alpen, die in den Diablerets (3210 m) gipfeln und das Pays dEnhaut einschließen. Sie sind ein Gebiet der Alpwirtschaft und des sehr lebhaften Fremdenverkehrs (Leysin, Vevey-Montreux). Im Mittelland wird Ackerbau, am Genfer See auch Weinbau getrieben. Wichtigste Industriezweige sind Maschinen- und Apparatebau, Metallwaren-, Uhren-, grafische, Nahrungs- und Genussmittel- (Schokolade, Milchprodukte, Tabakwaren), chemisch-pharmazeutische, Lederwaren- u. a. Industrie.

Geschichte

Die Waadt wurde ab 443 Siedlungsgebiet der Burgunder und mit deren Königreich 534 in das Frankenreich integriert. Ein 888 gegründetes zweites burgundisches Königreich kam 1032 an das Deutsche Reich. In den Burgunderkriegen (14741477) gelangten Teile, 1536 die gesamte Waadt an Bern, das die Reformation einführte. 1798 erklärten die waadtländischen „Patrioten“ die Unabhängigkeit der Lemanischen Republik, die in der Helvetik zum Kanton Léman und durch die Mediationsakte 1803 zum Kanton Waadt wurde.
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