Lexikon

Wasserstoffbombe

eine Sonderart der Atombombe. Die Explosion entsteht nicht durch Spaltung von schweren Atomkernen, sondern durch die Verschmelzung leichter Kerne (Deuterium und Lithium 6 oder Beryllium), bei der vorwiegend Heliumatome entstehen und viel Energie in Form von Gamma-, Licht- und Wärmestrahlung frei wird. Der physikalische Prozess entspricht der „Verbrennung“ von Wasserstoff zu Helium auf der Sonne. Gezündet wird die Wasserstoffbombe durch eine Plutoniumbombe, durch die 1. viele Neutronen entstehen und weiterreagieren können und 2. genügend Wärme zur Beschleunigung der leichten Atomkerne frei wird. Zwei solche Kerne können nur zusammenkommen, wenn sie mit einer Bewegungsenergie aufeinander treffen, die einer Temperatur von einigen Millionen Grad C entspricht. Es gibt zwei Arten von Wasserstoffbomben: die flüssige besteht aus Tritium und Deuterium; sie muss tiefgekühlt aufbewahrt werden; die feste besteht aus Lithiumdeuterid (LiD) und ist leicht transportabel.
Wissenschaft

Eis auf dem Mond – und ein Rätsel

Radioaktivität bei einem uralten Vulkan auf dem Erdtrabanten wirft Fragen auf. Und wie entstand ein gewaltiges Granitgebilde im Untergrund? von THORSTEN DAMBECK Die Südpolregion des Mondes steht schon lange im Fokus der Raumfahrtplaner, die polnahe bemannte Basen errichten wollen. Denn dort gibt es Wassereis, eine wichtige...

Wissenschaft

»Mit einer optischen Uhr lassen sich feine Höhenunterschiede ermitteln«

Tanja Mehlstäubler entdeckte als junge Forscherin, wie präzise sich mit laser-gekühlten Atomen die Zeit messen lässt. Diese Technik entwickelt sie nun weiter. Das Gespräch führte Nikolaus Fecht Frau Professor Mehlstäubler, was hat Sie zur Miniaturisierung von Atomuhren motiviert? Während meiner Postdoc-Zeit in Paris arbeitete ich...

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