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GESUNDHEIT A-Z

Strahlensyndrom

Strahlenkrankheit
Symptomkomplex, der als akutes Strahlensyndrom im Anschluss an eine Ganzkörperbestrahlung auftritt, z. B. nach Atomkraftwerkunfällen oder Kernwaffenexplosionen. Zunächst kommt es zu einem Strahlenkater, dann eine Latenzphase mit relativem Wohlbefinden. Das eigentliche Krankheitsstadium ist gekennzeichnet von Fieber, Infektionen, Durchfällen, Störungen der Blutbildung, Blutungen, Haarausfall bis hin zur Bildung von Geschwüren in Mund und Rachen sowie einem Hirnödem. Der Schweregrad der Symptomatik und der klinische Verlauf sind abhängig von der Art und Menge der Strahlen. Bei einer Strahlenexposition von zwei bis fünf Gray ist eine Genesung des Patienten möglich, bei einer Belastung von fünf bis 30 Gray tritt der Tod nach ein bis zwei Wochen ein, bei über 100 Gray stirbt der Patient sofort oder nach wenigen Stunden. Überlebt der Patient, können sich noch Jahre später chronische Spätschäden einstellen.
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