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GROßES WöRTERBUCH DER DEUTSCHEN SPRACHE

Spam

Spam
[spæ̣m]
n.
, (s)
, s
; EDV
unerwünschte Werbemail, EMail mit belanglosem Inhalt
[verkürzt < 
engl.
spiced pork and ham
„gewürztes Schweinefleisch und Schinken“ (Dosenfleisch, das nach dem 2. Weltkrieg Bestandteil der aus den USA kommenden Carepakete war)]
Spam:
Der englische Ausdruck ist ein Produkt des Computerzeitalters. Er bezeichnet den Massenversand von in der Regel unerwünschten Werbenachrichten im Internet, durch die gelegentlich der EMailBriefkasten überquillt. Dieser Versand kann aus Werbegründen weit gestreut sein, aber auch ganz gezielt erfolgen, um einen bestimmten Teilnehmer durch Überflutung mit elektronischer Post in Schwierigkeiten zu bringen.
Spam
hatte ursprünglich allerdings nichts mit Computern zu tun. Es ist der Name einer Hackfleischkonserve, die die amerikanische Firma Hormel Foods Corporation schon seit 1937 produziert.
Spam
steht hier für „spiced ham“. Zu der neuen Bedeutung kam der Name angeblich durch einen Sketch der englischen Komikergruppe „Monty Python's Flying Circus“. Die Szene spielt in einem Restaurant, das nur mit Spam zubereitete Speisen führt, die der Gast aber gar nicht will. Der Dialog mit der Kellnerin besteht von einem bestimmten Punkt an nur noch aus dem Wort
Spam
. Die Vokabel wurde dann auf die unerwünschten Werbemails übertragen und löste Begriffe ab wie „Junk Mail“ („Müllpost“) oder die korrekten Ausdrücke „Unsolicited Bulk EMail“ (abgekürzt: UBE; zu deutsch: „unerwünschte Massenpost“) bzw. „Unsolicited Commercial EMail“ (abgekürzt: UCE; zu deutsch: „unerwünschte kommerzielle Post“). Die Zunahme der Massenmails, deren Versender
Spammer
genannt werden, ist durch den Fortschritt in der Übertragungstechnik vor allem seit den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts zu beobachten. Mittlerweile bieten Softwarefirmen dagegen so genannte
Spamfilter
an.
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