Wahrig Synonymwörterbuch
schmeicheln
- lobhudeln, jmds. Vorzüge hervorheben, umschmeicheln, hofieren, den Hof/Komplimente machen, schöntun, huldigen, umwerben, Süßholz raspeln, sich anbiedern, beweihräuchern, schönreden, nach dem Munde/zu Gefallen reden, schöne Worte machen, schweifwedeln, vor Liebenswürdigkeit überfließen; geh.: flattieren; ugs.: scharwenzeln, einseifen, Brei/Honig um den Mund schmieren, schwänzeln, um den Bart gehen, sich einschleimen
- → kriechen
- jmds. Selbstbewusstsein heben, angenehm berühren, gefallen, zusagen, zufriedenstellen
- passen, kleiden, sitzen, stehen
schmeicheln: Von Werbern und Schleimern
Jemandem schmeicheln heißt, jemandem etwas Angenehmes zu sagen, und dabei schwingt häufig die Bedeutung von »übertrieben loben« mit. Die Synonyme lassen dennoch eine Abstufung erkennen. Komplimente machen ist eine neutrale Umschreibung. Den Hof machen gebraucht man, wenn ein Mann dabei ist, eine Frau zu umwerben. Nicht nur bei dieser Gelegenheit kann jemand Süßholz raspeln; dieser Ausdruck ist allerdings stets abwertend gemeint. Hofieren bedeutet, einer Person schmeicheln, um sich ihre Gunst zu erwerben. Geschieht dies in aufdringlicher Weise, spricht man von anbiedern. Beweihräuchern heißt stark übertreibend loben. Sand in die Augen streuen ist schmeicheln in der Absicht, den anderen zu täuschen. Schleimen oder sich einschleimen benutzt man als derben Ausdruck vor allem für schmeicheln gegenüber Vorgesetzten.
Abwertend ist in diesem Zusammenhang auch liebedienern. Ein veraltetes Wort dafür ist schweifwedeln, das auf das Verhalten von Hunden anspielt. Zur Umgangssprache gehören die Redensarten jemandem Honig um den Bart/Mund/ums Maul schmieren oder jemandem um den Bart gehen. Der ebenfalls umgangssprachliche Ausdruck scharwenzeln beziehungsweise um jemanden herumscharwenzeln bedeutet schmeicheln im Sinn von »sich übereifrig oder diensteifrig um jemanden bemühen«. Heißt es dagegen zum Beispiel von einer Farbe oder einem Stoff, sie/er schmeichelt jemandem, bedeutet dies so viel wie »gut passen/kleiden/stehen«. Wer sich geschmeichelt fühlen kann, der sieht sein Selbstwertgefühl auf angenehme Weise gestärkt.
Abwertend ist in diesem Zusammenhang auch liebedienern. Ein veraltetes Wort dafür ist schweifwedeln, das auf das Verhalten von Hunden anspielt. Zur Umgangssprache gehören die Redensarten jemandem Honig um den Bart/Mund/ums Maul schmieren oder jemandem um den Bart gehen. Der ebenfalls umgangssprachliche Ausdruck scharwenzeln beziehungsweise um jemanden herumscharwenzeln bedeutet schmeicheln im Sinn von »sich übereifrig oder diensteifrig um jemanden bemühen«. Heißt es dagegen zum Beispiel von einer Farbe oder einem Stoff, sie/er schmeichelt jemandem, bedeutet dies so viel wie »gut passen/kleiden/stehen«. Wer sich geschmeichelt fühlen kann, der sieht sein Selbstwertgefühl auf angenehme Weise gestärkt.
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