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WAHRIG HERKUNFTSWöRTERBUCH

lieb

mhd.
liep,
ahd.
liob, liub gehen auf
germ.
*leuba „lieb“ zurück, ursprünglich eine Passivform „geliebt“; Quelle ist
idg.
*leubh „begehren, lieben“, das sich auch in
lat.
libet „es beliebt“ und
russ.
ljubít „lieben“ widerspiegelt; schon früh wurden die Ableitungen
Liebe
und
lieben
gebildet, zu Letzterem auch
verlieben
„anfangen, jemanden zu lieben“; die Zusammensetzung
liebäugeln
stammt aus dem 16. Jh. und bedeutet ursprünglich „jemanden durch Blicke für sich einnehmen“; heute ist dieser Ausdruck nur noch in übertragener Bedeutung gebräuchlich; der Ausdruck
Liebesapfel
wurde im 19. Jh. aus
frz.
pomme d'amour entlehnt und bezeichnet neben einer Tomate auch einen in Zucker eingelegten Apfel; das zusammengesetzte Verb
liebkosen
ist zusammengerückt aus
mhd.
einem ze liebe kosen „zu jemandem in Liebe sprechen“; die Bedeutung entwickelte sich über „schmeicheln“ zu „zärtlich sein“
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