Wahrig Herkunftswörterbuch

Eulen nach Athen tragen
Wer Eulen nach Athen trägt, der tut etwas Überflüssiges: Er bringt etwas zu einer Stelle, wo es bereits in großer Menge vorkommt. Der griechische Komödiendichter Aristophanes lässt in seiner 414 v. Chr. erstmals aufgeführten Satire „Die Vögel“ eine Eule herbeifliegen und die Figur Euelpides sagen: „Wer hat die Eule nach Athen gebracht?“ Gemeint war, dass sie dort besonders in der Nähe der Akropolis häufig anzutreffen war. Athen war aber noch auf andere Weise mit Eulen verbunden: Die Schutzgöttin der Stadt, Athene, führte eine Eule mit sich, die im Dunkeln sehen konnte und daher als Sinnbild der Weisheit galt. Darüber hinaus nannte man athenische Münzen nach den auf ihnen abgebildeten Vögeln „Eulen“. Von Griechenland aus verbreitete sich Eulen nach Athen tragen in der heutigen Bedeutung als Sprichwort über ganz Europa. Aus Aristophanes' Satire stammt übrigens ebenfalls der ein utopisches Land bezeichnende Begriff Wolkenkuckucksheim.
Symbolbild Gehirn
Wissenschaft

Wie unser Gehirn den Takt unseres Schlafes vorgibt

Unser Schlaf ist bekanntermaßen in zwei Hauptphasen gegliedert: den REM-Schlaf samt Träumen und den für die Erholung wichtigen Non-REM-Schlaf. Nun haben Neurowissenschaftler erstmals herausgefunden, wie unser Gehirn zwischen diesen beiden Zuständen wechselt – und wann der Wechsel schiefgeht, sodass Schlafstörungen auftreten....

Mars, Astronomie
Wissenschaft

Die Neuentdeckung unserer Nachbarwelt

Im Orbit, zu Land und in der Luft: Nie zuvor erforschten so viele automatische Späher die Geheimnisse des Mars. Auch China beteiligt sich mit einer komplexen Mission. von THORSTEN DAMBECK Was wird von den Ereignissen im Jahr 2021 bleiben? Womöglich erinnert man sich an den Sturm auf das US-Kapitol oder an die verheerende Flut im...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon