Wahrig Herkunftswörterbuch
Eulen nach Athen tragen
Wer Eulen nach Athen trägt, der tut etwas Überflüssiges: Er bringt etwas zu einer Stelle, wo es bereits in großer Menge vorkommt. Der griechische Komödiendichter Aristophanes lässt in seiner 414 v. Chr. erstmals aufgeführten Satire „Die Vögel“ eine Eule herbeifliegen und die Figur Euelpides sagen: „Wer hat die Eule nach Athen gebracht?“ Gemeint war, dass sie dort – besonders in der Nähe der Akropolis – häufig anzutreffen war. Athen war aber noch auf andere Weise mit Eulen verbunden: Die Schutzgöttin der Stadt, Athene, führte eine Eule mit sich, die im Dunkeln sehen konnte und daher als Sinnbild der Weisheit galt. Darüber hinaus nannte man athenische Münzen nach den auf ihnen abgebildeten Vögeln „Eulen“. Von Griechenland aus verbreitete sich Eulen nach Athen tragen in der heutigen Bedeutung als Sprichwort über ganz Europa. Aus Aristophanes' Satire stammt übrigens ebenfalls der ein utopisches Land bezeichnende Begriff Wolkenkuckucksheim.
Wissenschaft
Uralte Genmutation macht Pferde so ausdauernd
Schon lange bevor Pferde domestiziert wurden, zeichneten sie sich durch eine außergewöhnliche Kraft und Ausdauer aus. Nun sind Forschende ihrem Geheimnis auf die Spur gekommen: Verantwortlich ist demnach eine Punktmutation in einem Gen, das an der Energieversorgung der Muskeln beteiligt ist. Dadurch können Pferde sowie verwandte...
Wissenschaft
Am Rand der Raumzeit
Wenn unser Universum aus einer Singularität entsprungen wäre, bliebe der Urknall ein Mysterium. Doch Kosmologen wollen sich damit nicht abfinden. von RÜDIGER VAAS Hat die Welt einen Anfang oder existiert sie ewig? Diese höchst kontroverse Frage ist uralt – älter als die moderne Kosmologie, die auf der Allgemeinen...