Wahrig Herkunftswörterbuch

Eulen nach Athen tragen
Wer Eulen nach Athen trägt, der tut etwas Überflüssiges: Er bringt etwas zu einer Stelle, wo es bereits in großer Menge vorkommt. Der griechische Komödiendichter Aristophanes lässt in seiner 414 v. Chr. erstmals aufgeführten Satire „Die Vögel“ eine Eule herbeifliegen und die Figur Euelpides sagen: „Wer hat die Eule nach Athen gebracht?“ Gemeint war, dass sie dort besonders in der Nähe der Akropolis häufig anzutreffen war. Athen war aber noch auf andere Weise mit Eulen verbunden: Die Schutzgöttin der Stadt, Athene, führte eine Eule mit sich, die im Dunkeln sehen konnte und daher als Sinnbild der Weisheit galt. Darüber hinaus nannte man athenische Münzen nach den auf ihnen abgebildeten Vögeln „Eulen“. Von Griechenland aus verbreitete sich Eulen nach Athen tragen in der heutigen Bedeutung als Sprichwort über ganz Europa. Aus Aristophanes' Satire stammt übrigens ebenfalls der ein utopisches Land bezeichnende Begriff Wolkenkuckucksheim.
Honigbiene an einer Blüte
Wissenschaft

Darmflora schützt Bienen vor Diabetes

Honigbienen ernähren sich vom zuckerreichen Nektar von Blütenpflanzen. Im Gegensatz zu Menschen mit einer solchen Diät entwickeln Bienen aber keine diabetesähnlichen Symptome. Warum das so ist, haben Biologen nun herausgefunden. Demnach tragen die Honigbienen bestimmte Mikroben in ihrem Darm, die ihren Stoffwechsel beeinflussen....

Schneeball Erde
Wissenschaft

Urzeitlicher Entwicklungsschub der Eukaryoten

Vor etwa 1,8 Milliarden Jahren entstanden die ersten Organismen mit Zellkern, die Eukaryoten. Wie ihre frühe Entwicklung verlief, war allerdings bislang weitgehend unklar. Anhand einer umfassenden Analyse der verfügbaren Fossilien haben Forschende nun ein Diagramm des Lebens erstellt, das für fast zwei Milliarden Jahre zeigt, wie...

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