Wahrig Herkunftswörterbuch

Maulaffen feilhalten
Von dieser Redewendung gibt es etliche unterschiedliche Versionen: mal heißt es feilbieten, mal feilhalten, dann wieder feiltragen, feilhaben oder gar verkaufen. Gemeint ist jedoch in allen Fällen „mit offenem Mund und staunend, dumm oder untätig dastehen“. Nach wie vor ist die Herkunft nicht geklärt. Die einen verweisen auf den plattdeutschen Satz er hält dat Mul apen „er hält das Maul offen“, aus dessen letztem Teil dann durch volksetymologische Umdeutung die Maulaffen entstanden seien. Dabei sei auch hält durch hält feil „verkauft“ ersetzt worden, was auf einen eher spielerischen Umgang mit der Sprache hindeutet, der dem Volk bisweilen zu eigen ist.
Andere Deutungen wiederum sehen hier einen Hinweis auf eine Beleuchtungsart aus der Zeit, bevor es Kerzen gab: der Kienspan, ein abgespaltenes Stück Holz, wurde in das „Maul“, d.h. die Öffnung eines dem menschlichen Kopf nachgebildeten Tongefäßes gesteckt. Dieses Gefäß sei auch als Maulauf, Maulaffe oder Gähnaffe bezeichnet und auf Märkten verkauft worden (was ebenso dafür spricht, dass offen bzw. auf zu Affe umgedeutet wurde). Luthers Vergleich wie die Ölgötzen und die Maulaffen (vgl. die Weimarer Ausgabe, Band I, S. 528) stellt nach dieser Deutung die Maulaffen tautologisch zu den ebenfalls als Leuchtgerät dienenden Ölgötzen.
Duke1972.jpg
Wissenschaft

»Tun Sie nie etwas im Weltraum, das Sie vorher nicht trainiert haben!«

Charlie Duke ist einer der vier noch lebenden Astronauten, die den Mond betreten haben. bild der wissenschaft traf ihn auf der Wissenschaftskonferenz Starmus im armenischen Jerewan. Das Gespräch führte Alexandra von Ascheraden Charlie Duke, seit Beginn des Raumfahrtzeitalters waren nur zwölf Menschen auf dem Mond. Lediglich vier...

Noch kein lebensfreundlicher Ort: Die junge Erde war einem enormen Bombardement aus dem All ausgesetzt. Kometen- und Planetoiden-Einschläge lieferten wertvolle Rohstoffe – darunter organische Moleküle und Wasser, die Grundlagen für die spätere Entstehung des Lebens.
Wissenschaft

Der Ursprung der Ozeane

Himmelsstein: Am 9. Juni 1952 schlug ein 107 Kilogramm schwerer Steinbrocken aus dem All in der kanadischen Provinz Alberta in einem Weizenfeld bei dem Weiler Abee ein. Es ist der größte bekannte Enstatit-Chondrit. Diese seltene Art von Steinmeteoriten wurde nach dem darin nachweisbaren Mineral Enstatit benannt, einem...

Mehr Artikel zu diesem Thema

Weitere Artikel aus dem Wahrig Synonymwörterbuch

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Großes Wörterbuch der deutschen Sprache

Weitere Lexikon Artikel

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon