Wahrig Herkunftswörterbuch
Pechvogel
Bereits im Jahre 1479 ist handschriftlich belegt, dass man das Wort Pech als Synonym für „Unglück“ verwandte. Ein vor lauter Unglück der Verzweiflung naher schlesischer Adeliger schrieb damals: „Ich bin so weit in das pech gesaczt, das ichzs nyme achte“. Wer im Wortsinne Pech hatte, der war ursprünglich in eine Falle geraten. Neben Mäusen waren die beliebtesten Opfer Vögel, die Fallenstellern buchstäblich auf den Leim gegangen waren. Das auf die Leimrute geschmierte Pech klebte den bedauernswerten Geschöpfen an den Federn und ließ sie zugrunde gehen. Dies erinnert an Bilder von Tankerunglücken, die verendende Seevögel mit verklebtem Gefieder zeigen. Vor diesem geschichtlichen Hintergrund ist es verständlich, dass die Verbindung von Pech und Vogel, die in früherer Zeit in gewisser Weise zum Alltag gehörte, im übertragenen Sinne auch auf Menschen bezogen wurde, die vom Unglück verfolgt scheinen. Verbreitet wurde das Wort vom Pechvogel im 18. Jahrhundert von den redseligen Studenten, die zu jener Zeit auch das Pechhaben in den allgemeinen Wortschatz einführten.
Wissenschaft
Portrait eines Außenseiters
Jenseits von Pluto gibt es urtümliche Fels- und Eisbrocken wie sonst nirgendwo im Sonnensystem. Die Raumsonde New Horizons hat erstmals einen davon aus der Nähe inspiziert. von THORSTEN DAMBECK Am Neujahrstag 2019 passierte die Raumsonde New Horizons in 3538 Kilometer Minimalabstand ein seltsames Objekt namens Arrokoth. In einer...
Wissenschaft
Tomatensaft nur im Flugzeug
Warum Tomatensaft über den Wolken viel besser schmeckt als auf dem Boden, erklärt Dr. med. Jürgen Brater. Wenn eine Boeing 737 mit rund 70 Tonnen Startgewicht zu einem Flug abhebt, tragen neben dem Flieger selbst, den Menschen an Bord mit ihrem Gepäck sowie dem Treibstoff auch rund 50 Kilogramm Tomatensaft zum Gesamtgewicht bei....