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Marvel-Comics

Spiderman und die Helden der Marvel-Ära

Als 1939 der 17-jährige Stanley Lieber als Texter beim Marvel-Vorgänger Timely Comics begann, war das entscheidende Kapitel der Comic-Geschichte gerade woanders geschrieben worden. Ein Jahr zuvor hatte Superman sein Debüt erlebt und ist bis heute das wichtigste Zugpferd des DC-Verlags geblieben. Timely konterte mit seinem patriotischen Captain America, doch den Verlagsschöpfungen fehlte der Glanz, um maskierten Riesen wie Superman oder Batman Paroli bieten zu können. Auch die Umbenennung in Marvel Comics Anfang der 60er Jahre änderte daran wenig. Das dürfte auch der junge Texter so empfunden haben, der seinen Namen in Stan Lee änderte, um später große Literatur unter seinem eigenen Namen schreiben zu können. Denn mit Comics hatte er ursprünglich wenig am Hut.

Das Marvel-Wunder

Als in den 60er Jahren DC Comics mit seinem Superheldenteam Gerechtigkeitsliga Marvel an den Kiosken endgültig in die Defensive drängte, stand Lee als Chefredakteur und erster Texter bei Marvel vor der wenig beneidenswerten Aufgabe, eine überzeugende Antwort zu finden. Zusammen mit dem inzwischen legendären Zeichner Jack Kirby schickte er 1961 sein eigenes Superheldenteam ins Rennen: Die Fantastischen Vier. Der scheinbar unendlich dehnbare Mr. Fantastic, die Unsichtbare, die Fackel und das Ding definierten in ihrem ersten Heft die Erfolgsformel der Marvel-Helden. Sie waren menschlich und sie hatten alltägliche Probleme. Der Stilwechsel war bewusst gewählt, erinnert sich Lee: Die Fackel war ursprünglich ein Android, ich habe sie dann zum Menschen umgeschrieben. Die Idee war unsere Helden authentischer wirken zu lassen, indem wir sie realistischer machten.

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