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Drohnen – umstrittene Flugroboter auf dem Vormarsch

Menschen, Häuser oder Landschaften aus der Vogelperspektive sehen, geringe Lasten transportieren oder Messungen vornehmen - das ist mit Drohnen schnell und einfach möglich. Denn die ferngesteuerten Fluggeräte sind wendig, können Kameras und andere Nutzlasten tragen und sind in einfacher Ausführung schon für wenig Geld zu haben. Genau dies aber gibt auch Anlass zu Sorge vor Missbrauch. Was also darf man mit einer Drohne und was nicht?

Drohnen sind unbemannte Fluggeräte und werden, ähnlich wie Modellflugzuge, entweder über einen Computer oder eine Fernsteuerung navigiert und betrieben. Sie sind als Spielzeug für Erwachsene außerordentlich beliebt. Auch kommen sie zunehmend im kommerziellen Alltag zum Einsatz. So setzen verstärkt Fernsehsender die Drohnen für Luftaufnahmen ein und mancher Immobilienmakler greift auf sie zurück, um spektakuläre Aufnahmen von einem Grundstück oder Haus zu schießen.

Foto-Drohne im Einsatz
Foto- oder Videodrohnen finden zunehmend Verwendung zur Aufnahme von Fotos und Videos aus der Luft.

Im wissenschaftlichen Bereich, beispielsweise in der Klimaforschung, sind sie eine große Hilfe bei Messungen. Auch das Transportieren von Paketen oder Medikamenten scheint keine Zukunftsvision zu sein. Sie übernehmen immer mehr Kontroll- und Überwachungsaufgaben und für militärische Operationen kommen sie mit Waffen zum Einsatz. Je nach Bedarf ist das Fluggerät nur wenige Zentimeter groß. Es kann aber auch die Größe eines Verkehrsflugzeuges mit zirka 60 Meter Spannweite erreichen.

Beliebter Freizeitspaß – mit Nebenwirkungen

Handelsüblicher Quadrocopter im Flug.
Handelsüblicher Quadrocopter im Flug.

Als Quadrocopter oder ähnliche Fluggeräte sind ferngesteuerte Drohnen längst frei im Handel zu kaufen. Besonders beliebt ist ihr Einsatz als fliegendes Auge. Denn die integrierte oder nachträglich angehängte Kamera bietet die Möglichkeit, auf einfache Weise Fotos und Videoaufnahmen aus der Vogelperspektive zu machen. Die eigene Umgebung aus der Luft zu sehen, ist für viele ein echtes Highlight.

Allerdings: Auch das Ausspionieren der Nachbarn oder anderer lohnender Objekte wird dadurch leichter möglich als bisher – und genau das sorgt für Bedenken. Erst Mitte November überflogen beispielsweise wiederholt Drohnen mehrere Atomkraftwerke in Frankreich. Wer sie steuerte, ist bisher unklar. Klar ist aber, dass dies nicht nur streng verboten ist, es könnte auch die Sicherheitssysteme der Kraftwerke beeinträchtigen.
Doch auch bei weniger brisanten Flugzielen der Drohne gilt: Fotografiert man einen anderen ohne dessen Einwilligung, ist dies eine Verletzung der Persönlichkeitsrechte und des Rechts am eigenen Bild.

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