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Wie gelingt es Schlupfwespen, ihre Eier in das harte Holz zu legen?
Mit ihrem charakteristischen Legebohrer, der so kurz sein kann, dass er ganz im Hinterleib verborgen ist, aber, je nach Art, auch ein Mehrfaches der Körperlänge erreichen kann. Die kurzen Legebohrer geben zudem auch gute Wehrstachel ab.
Eine der auffälligsten hiesigen Arten ist die bis zu 40 Millimeter lange Holzschlupfwespe (Rhyssa persuasoria) unserer Nadelholzwälder. Ihren zweiten Namen »Pfeifenräumer« erhielt sie, weil das Weibchen mit zusammengelegten Flügeln und dem extrem langen Legebohrer einem Pfeifenreiniger ähnelt. Ihre Sinnes- und Kraftleistungen bei der Eiablage sind schier unglaublich: Sie spürt Holzwespenlarven auf, die mehrere Zentimeter tief im festen Nadelholz sitzen, und treibt den Bohrer zielgenau bis zu sechs Zentimeter tief, was 40 Minuten dauern kann. Manche Arten der Gattung Ephialtes versenken ihren Bohrer, der im Ruhezustand von zwei Bohrerklappen geschützt ist, zunächst etwa einen Zentimeter ins Holz und beginnen dann, rasch im Kreis um das Bohrloch herumzutrippeln. Durch dieses Drehbohrerprinzip dringen sie schneller zu ihrem Opfer (meist eine Bockkäferlarve) vor.
Um die Wirtspflanzen oder Wirtstiere zu finden, in die sie ihre Eier legen, bedienen sie sich des Geruchssinns. Schlupfwespen riechen mit den Fühlern und entsprechend viel Zeit widmen sie deren Pflege: Immer wieder ziehen sie diese zwischen dem Putzkamm am Vorderfuß und dem Putzsporn an der Schiene des Vorderbeins hindurch.
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