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WAHRIG HERKUNFTSWöRTERBUCH

Metzger

die Bezeichnung für einen Schlachter lässt sich auf
mhd.
metzjære, metzjer zurückführen; die weitere Herkunft ist umstritten; eine Zugehörigkeit zu metzeln erscheint unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen; wahrscheinlich aber eher eine Entlehnung aus
mlat.
macellarius „Fleischhändler“ unter Einmischung von
mlat.
mattiarius „Wurstmacher, Wursthändler“; Letzteres ist eine Entlehnung aus
griech.
mattýe „etwas Geknetetes, Gedrehtes“
[Info]
Metzger
Regional verschiedene Bezeichnungen für Berufe oder Pflanzen gibt es in Deutschland zuhauf: die Begriffe Schreiner und Tischler bezeichnen ebenso dasselbe wie Rotkohl und Blaukraut; Mohrrübe, Möhre, Gelbe Rübe, Wurzel und Karotte sind ebenso Synonyme wie Brötchen, Semmel, Wecken, Schrippe und Rundstück. Viele dieser synonymen, aber regional begrenzten Ausdrücke sind auf Entlehnungen zurückzuführen, und so ist es auch beim Metzger. Offiziell ist das Wort, das wohl über mlat. mattiarius „Wurstmacher“ und macellarius „Fleischwarenhändler“ auf eine
germanische
Wurzel *mati(z) zurückgeht, seit 1966 von dem Wort Fleischer verdrängt, doch es hält sich beständig, vor allem im süddeutschen Raum. Fleischer sagt man dagegen in Ostdeutschland, in Norddeutschland wird eher Schlachter verwendet. In Ostösterreich schließlich sind auch die Formen Fleischhacker und Fleischhauer gebräuchlich.
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