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Stunde der Wintervögel: Fleißige Vogelzähler gesucht!

Unsere Mithilfe ist gefragt: An diesem Wochenende findet wieder die bundesweite Aktion "Stunde der Wintervögel" statt. Alle Naturfreunde sind aufgerufen, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden. Diese Mitmachaktion macht nicht nur Spaß, sie hilft auch dabei, schleichende Veränderungen in der Vogelwelt aufzudecken.

Man muss kein Experte sein, um bei dieser größten wissenschaftlichen Mitmach-Aktion Deutschlands dabei zu sein. Denn es geht nicht um Exoten, sondern um die Piepmätze, die uns tagtäglich in Parks, auf Straßen und vor unserem Fenster begegnen: Blaumeisen, Amseln, Elstern, Krähen oder der Spatz sind selbst für Laien leicht zu erkennen. Das pure Interesse und die Freude an der Vogelwelt reichen daher zur Teilnahme aus, eine besondere Qualifikation ist für die Wintervogelzählung nicht nötig. Und wer sich nicht sicher ist, kann sich mit einem kurzen Blick auf die "Steckbriefe" der wichtigsten Wintervögel informieren.

Je mehr mitmachen, desto besser und verlässlicher werden die Ergebnisse. Denn jede einzelne Zählung ist immer nur eine Momentaufnahme. Durch die vielen Beobachtungen gleichen sich Fehler und Abweichungen am besten aus. Daher macht es auch gar nichts, wenn ausgerechnet während Ihrer Beobachtungsstunde am Futterhäuschen weniger los ist als sonst.

Bei der letzten großen Vogelzählung im Januar 2015 beteiligten sich immerhin mehr als 77.000 Menschen. Sie beobachteten und meldeten insgesamt gut zwei Millionen Vögel aus über 53.000 Gärten und Parks. Der Haussperling ergatterte damals den Spitzenplatz als häufigster Wintervogel in Deutschlands Gärten, die Kohlmeise Platz zwei. Auf den Plätzen drei bis fünf folgten Feldsperling, Blaumeise und Amsel.

Amsel im Schnee
Landete 2015 auf Platz fünf der Winterzählung: die Amsel.

Wie funktioniert das Ganze?

Es ist im Prinzip ganz einfach: Suchen Sie sich einen Platz aus, von dem aus Sie den gewählten Ort – ihren Garten, den Balkon oder auch einen Bereich in einem öffentlichen Park – gut überblicken können. Das kann ganz warm und bequem am Fenster der Wohnung oder des Hauses sein, aber auch gut eingepackt auf einer Parkbank. Legen Sie sich am besten eine Liste mit den häufigsten Vögeln bereit oder drucken Sie sich vorher die Zahlhilfe (PDF https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/vogelschutz/sdw/151028-nabu-zaehlhilfe-stunde-der-wintervoegel2016.pdf) aus, so dass Sie bei jeder Sichtung nur noch einen Strich oder ein Kreuz machen müssen.

Jetzt notieren Sie von jeder Vogelart die höchste Anzahl von Tieren, die Sie im Verlauf der Stunde gleichzeitig beobachten konnten – das vermeidet Doppeltzählungen. Nach getaner Arbeit können Sie ihre Beobachtungen in ein Online-Meldeformular eintragen – das geht am schnellsten und erleichtert die Auswertung. Abgabeschluss ist der 18. Januar 2016.

Wer lieber anrufen möchte, der kann am 9. und 10. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer 0800-1157-115 nutzen und seine Beobachtungsergebnisse durchgeben.

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NABU / NPO, 08.01.2015
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