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Bereit für die Winterfahrt

Die Tage werden merklich kürzer – und vielerorts hat es in den vergangenen Wochen bereits gefroren: höchste Zeit also, das Auto für den Winter zu rüsten. Dass die Winterreifen aufgezogen werden müssen, versteht sich dabei von selbst. Doch worauf kommt es beim Winter-Check noch an? Ein TÜV-Experte erklärt, wie der Pkw fit für Eis und Schnee wird.

SUV auf verschneiter Fahrbahn
Schon im späten Herbst sollten Sie Ihr Auto auf den kommenden Winter vorbereiten.
Leere Batterie, vereiste Türschlösser, eingefrorene Scheibenwaschanlagen: Im Winter stößt die Technik im Auto häufig an ihre Grenzen – und auch Lack und Unterboden können in der kalten Jahreszeit empfindlich leiden. Um solchen Ärgernissen vorzubeugen, sollten Autofahrer spätestens jetzt handeln: "Wer sein Auto einer grundsätzlichen Winterpflege unterzieht, bevor es draußen richtig kalt wird, sorgt für Mobilität bei Minusgraden", sagt Eberhard Lang vom TÜV SÜD.

Doch worauf kommt es beim Winter-Check an? Zunächst einmal empfiehlt sich eine gründliche Wäsche und anschließende Konservierung mittels Politur. So ist der Lack bestens vor Feuchtigkeit und Salz geschützt. Bei einer professionellen Unterbodenkontrolle wird der Boden gereinigt und schadhafte Stellen ausgebessert. Dabei können auch gleich die Türdichtungen eingefettet werden.

Blick aus Autokabine in einer Waschstraße
Die Fahrt durch die Waschstraße gehört vor dem Winter dazu.

Frostschutz für das Wischwasser

Als nächstes gilt es, für Durchblick zu sorgen: Sind Wischwasser oder Düsen eingefroren, wird die Fahrt auf winterlichen Straßen schnell zum Blindflug. Daher ist ausreichender Frostschutz im Wischwasser ein absolutes Muss in der kalten Jahreszeit. Je nach Witterung sollte der Schutz bis mindestens minus zehn, besser bis minus 20 Grad Celsius reichen.

Für klare Sicht sorgen auch neue Wischerblätter: Hinterlassen die Scheibenwischer einen Schmierfilm, erst einmal überprüfen, ob Scheibe und Gummis wachs- und fettfrei sind. Dazu beides mit Alkohol reinigen. Schmieren die Wischer dann immer noch, sollten sie ausgetauscht werden.

Beleuchtung im Blick

Auch auf die Beleuchtung sollten Autofahrer vor dem Start in den Winter einen Blick werfen – und dabei besonderes Augenmerk auf die Scheinwerfer legen. Die Gläser müssen trocken und die Reflektoren klar sein. "Ist Feuchtigkeit im Scheinwerfer oder der Reflektorspiegel blind, ist jetzt der richtige Zeitpunkt für den Ersatz gekommen", sagt Lang. Der Experte rät zudem, einen Funktionstest für die Nebelschlussleuchte durchzuführen.

In einem weiteren Schritt sind sämtliche Flüssigkeiten im Fahrzeug an der Reihe – insbesondere die Kühl- und die Bremsflüssigkeit. Friert der Kühler ein, ist die Weiterfahrt gestoppt und es sind gleich mehrere hundert Euro für die Reparatur fällig. Daher sollte auch hier für ausreichend Frostschutz gesorgt werden. Wie wichtig ausreichend frische Bremsflüssigkeit ist, versteht sich von selbst. Wichtig außerdem: Einen Blick auf den Termin für den nächsten Ölwechsel werfen.

Nachfüllen von Frostschutzmittele
Frostschutz für das Wischwasser und den Kühler sicherstellen.

Ein nützliches Potpourri

Zu guter Letzt sollten sich Autofahrer nützliche Utensilien rund um Eis und Schnee griffbereit zurechtlegen. So gehört in die Manteltasche unter anderem ein Türschlossenteiser. Im Auto sollten ein Eiskratzer für die Scheiben, Anti-Beschlagtücher, ein Handfeger zum Schneekehren sowie eine Frostschutzplane für die Windschutzscheibe hinterlegt werden.

Darüber hinaus kann eine Taschenlampe im Fall der Fälle für Durchblick sorgen, eine warme Decke und Handschuhe sind bei einem unerwarteten Stau Gold wert. Wer sich häufiger – etwa zum Skifahren – in schneereichen Regionen aufhält, sollte auch gleich an Schneeketten und Schneeschaufel denken.

TÜV Süd / DAL, 28.11.2018
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