Wissensbibliothek
Armenien: Gebirgsland mit christlicher Tradition
Landesnatur
Wo soll Noahs Arche gestrandet sein?
Laut der Erzählung in der Bibel (Genesis 6,19) soll Noah nach der Sintflut mit seiner Arche in der weiteren Umgebung des Ararat, einem erloschenen Vulkan im Hochland von Armenien, gelandet sein.
Obwohl der 5197 m hohe Große Ararat auf dem Staatsgebiet der Türkei liegt, gilt er als armenisches Nationalsymbol und ist auch im Wappen abgebildet.
Warum ist das Land so erdbebengefährdet?
Armenien liegt in einer tektonisch äußerst aktiven Region. Es befindet sich genau an der Linie, wo die Eurasische und die Arabische Platte zusammenstoßen, weshalb es häufig zu Erdstößen kommt. Das letzte schwere Erdbeben ereignete sich im Dezember 1988. Nach offiziellen Angaben kamen dabei 25 000 Menschen ums Leben. In Leninakan (dem heutigen Kumajri) wurden rd. 40 % der Gebäude zerstört.
Wirtschaft
Worauf basiert die Landwirtschaft?
In erster Linie auf der Viehzucht (Rinder und Schafe), die auf Gebirgsweiden betrieben wird. Die Landwirtschaft trägt rd. 40 % zur Wirtschaftsleistung bei.
In den Hochlandsteppen erfolgt der Anbau von Getreide. Auf bewässerten Feldern wachsen u. a. Zuckerrüben und Baumwolle. An Bodenschätzen gibt es u. a. Kupfer und Gold.
Geschichte
Wieso war Armenien der erste christliche Staat?
Weil schon im Jahr 301 das Christentum Staatsreligion wurde. Dies wurde zu einem wichtigen Faktor für die Entwicklung einer eigenen Identität.
Das Gebiet des heutigen Armenien war eines der ältesten Zentren der menschlichen Zivilisation. Das Volk der Armenier ist seit etwa 600 v. Chr. nachweisbar. Im 2. und 1. Jh. v. Chr. war Armenien ein bedeutendes Königreich, bis es 66 v. Chr. die Oberhoheit Roms anerkennen musste. Seit der 2. Hälfte des 7. Jh. war Armenien zum größten Teil arabischer Oberhoheit unterstellt. Seit Ende des 15. Jh. war es Streitobjekt zwischen Osmanischem und Persischem Reich. 1920 wurde das Land sowjetische Republik. 1991 erlangte Armenien schließlich die Unabhängigkeit.
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