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Warum ging der Portugiese nach Spanien?
Der weit gereiste Magalhães, der sich sicher war, dass es einen Weg um Amerika herum nach Indien geben müsse, bot dem spanischen König Karl I. – als Kaiser des Römisch-Deutschen Reiches Karl V. – seine Dienste an. Mit Hilfe Ruy Faleiros, eines portugiesischen Astrologen und Kosmographen, überzeugte er den König davon, dass die begehrten Gewürzinseln (Indonesien) innerhalb der vom Vertrag von Tordesillas 1494 festgelegten spanischen Einflusszone lagen.
Sein Plan sah vor, einen Weg südlich um Amerika herum in den Pazifik zu finden. Er hoffte, den Indischen Ozean und die Gewürzinseln in kurzer Zeit erreichen und für Spanien in Besitz nehmen zu können. König Karl erklärte sich schließlich bereit, fünf Schiffe bereitzustellen, die am 20. September 1519 Sanlúcar de Barrameda verließen. Die Flotte überquerte den Atlantik und erreichte die Küste Brasiliens. Mehrere Monate lang suchten Magalhães und seine Männer eine Durchfahrt zum Pazifik – damals noch Südsee genannt –, bis das Wetter sie zum Überwintern in Patagonien zwang. Währenddessen kam es zu einer Meuterei, die jedoch niedergeschlagen wurde.
Spurensuche aus der Luft
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