Wissensbibliothek
Leben Schakale in Rudeln?
Nein, sie leben in Gruppen, die sich aus einem Elternpaar und ihrem ein- bis zweijährigen Nachwuchs zusammensetzen. Haben sich Männchen und Weibchen einmal gefunden, bleiben sie ein Leben lang zusammen und verteidigen gemeinsam ein Revier, in dem sie nur noch ihren eigenen Nachwuchs ein bis zwei Jahre lang dulden. Alle Mitglieder einer Gruppe beteiligen sich an der Fütterung der Welpen. Durch ihr Heulen, das bei den Schabrackenschakalen hoch und bei den Streifenschakalen tief gestimmt ist und durch kurzes Bellen unterbrochen wird, informieren sie einander vor allem in der Abenddämmerung über ihren Aufenthaltsort und erklären gegenüber benachbarten Gruppen lautstark ihre Revieransprüche.
Übrigens: Alle acht bis neun Jahre brechen Tollwutepidemien unter den Schakalen aus, die sich aufgrund der Aggressionen gegen alle Eindringlinge und der entsprechend häufigen Bissverletzungen rasch verbreiten; auf Schakale geht in Afrika ein Viertel aller gemeldeten Tollwutfälle zurück.
Präzise Medizin fürs Gehirn
Das Gehirn schien kaum erreichbar für Moleküle, die punktgenau und ursächlich ins Krankheitsgeschehen von schweren Nervenleiden eingreifen. Doch die Neurologie ist im Umbruch. von SUSANNE DONNER Unter allen Organen ist das Gehirn der Inbegriff der Genauigkeit. Jede Kleinigkeit im Nervengewebe macht einen Unterschied: Der Spiegel...
Der Wetterfrosch in uns
Kopfschmerzen und Müdigkeit infolge eines Wetterumschwungs: Ist das nur Einbildung – oder beeinflusst er tatsächlich das Wohlbefinden mancher Menschen? von JÜRGEN BRATER (Text) und RICARDO RIO RIBEIRO MARTINS (Illustrationen) Der Wetterbericht im Fernsehen hat es angekündigt: Mit Sonnenschein und angenehmen Wohlfühltemperaturen...