Wissensbibliothek

Warum kam es zu einer Krise?

Trotz der Errungenschaften des Landesausbaus kam es bereits im frühen 14. Jahrhundert zu einer Krise, weil die Landwirtschaft kaum die Ernährung der stark gewachsenen Bevölkerungszahl gewährleisten konnte. Lebensmittelknappheit führte zu einem Bevölkerungsrückgang. Die Pest, die Europa Mitte des 14. Jahrhunderts heimsuchte, beendete die Zeit des Landesausbaus und die Ostkolonisation. Dramatische Menschenverluste ließen den Nahrungsmittelbedarf zurückgehen, die Preise für Agrarprodukte verfielen. Andererseits stiegen wegen Arbeitskräftemangels die Löhne. Viele Menschen zogen nun in die Städte, zahlreiche Siedlungsplätze wurden aufgegeben. Die Wälder dehnten sich aus, auch die Viehwirtschaft gewann wieder an Bedeutung.

Auf dem Land wie in der Stadt führte die Neuverteilung des Besitzes zu sozialen Konflikten und Umwälzungen. Westlich der Elbe konnte das System der Leibeigenschaft nicht mehr aufrechterhalten werden. Vielfach – wegen des Mangels an Geistlichen auch bei den Kirchenpfründen – kam es zu einer Konzentration des Grundbesitzes, was den Anbau von Spezialkulturen wie Obst oder Wein lohnte.

Tarantel-Nebel
Wissenschaft

Stille Sternentode

Schwere Sterne können zu einem Schwarzen Loch kollabieren, ohne sich durch eine Supernova-Explosion bemerkbar zu machen. Nun gibt es eine Methode, solche Ereignisse zu erforschen. von DIRK EIDEMÜLLER Schwarze Löcher gehören zu den erstaunlichsten Objekten im Universum. Gemäß der Allgemeinen Relativitätstheorie kann eine...

Marspolkappe, Mars
Wissenschaft

Wenn die Marsluft vom Himmel fällt

Auf dem Roten Planeten schwankt die Ausdehnung der eisbedeckten Polkappen im Takt der Jahreszeiten. Die Wassereismassen sind ein Archiv für vergangene Klimazyklen. von THORSTEN DAMBECK Unter den acht Planeten im Sonnensystem gilt der Mars als besonders erdähnlich. Schon 1781 äußerte William Herschel die Vermutung, dass die im...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon