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Warum kam es zu einer Krise?

Trotz der Errungenschaften des Landesausbaus kam es bereits im frühen 14. Jahrhundert zu einer Krise, weil die Landwirtschaft kaum die Ernährung der stark gewachsenen Bevölkerungszahl gewährleisten konnte. Lebensmittelknappheit führte zu einem Bevölkerungsrückgang. Die Pest, die Europa Mitte des 14. Jahrhunderts heimsuchte, beendete die Zeit des Landesausbaus und die Ostkolonisation. Dramatische Menschenverluste ließen den Nahrungsmittelbedarf zurückgehen, die Preise für Agrarprodukte verfielen. Andererseits stiegen wegen Arbeitskräftemangels die Löhne. Viele Menschen zogen nun in die Städte, zahlreiche Siedlungsplätze wurden aufgegeben. Die Wälder dehnten sich aus, auch die Viehwirtschaft gewann wieder an Bedeutung.

Auf dem Land wie in der Stadt führte die Neuverteilung des Besitzes zu sozialen Konflikten und Umwälzungen. Westlich der Elbe konnte das System der Leibeigenschaft nicht mehr aufrechterhalten werden. Vielfach – wegen des Mangels an Geistlichen auch bei den Kirchenpfründen – kam es zu einer Konzentration des Grundbesitzes, was den Anbau von Spezialkulturen wie Obst oder Wein lohnte.

Magellan, Sonde, Venus
Wissenschaft

Venus immer noch feurig

Neue Auswertungen alter Radardaten legen nahe: Auf unserer Nachbarwelt quoll noch vor drei Jahrzehnten Lava aus Vulkanen heraus. Die Venus könnte sogar aktiver sein als die Erde. von THORSTEN DAMBECK Anders als der Mars ist die Venus dauerhaft in eine dicke Schicht aus Wolken gehüllt. Jahrhundertelang konnte deshalb kein Fernrohr...

Erdaufschüttung
Wissenschaft

Das Land, das die Sklaven formten

Im Mittelalter erstreckte sich im Süden des heutigen Irak eine Kulturlandschaft, in der die arabischen Eliten mittels eines gewaltigen Bewässerungsnetzwerks eine Plantagenwirtschaft betrieben. Zur Arbeit dort wurden Tausende Sklaven gezwungen, die sogenannten Zanj. von DAVID NEUHÄUSER Es wird von unmenschlichen Bedingungen...

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