Wissensbibliothek
Wie unterscheiden sich Echter und Falscher Mehltau?
Sie befallen Pflanzen auf unterschiedliche Weise. Das Myzel des Echten Mehltaus, der botanisch zu den Schlauchpilzen gehört, wächst auf der Oberseite der Blätter und lässt sich relativ leicht abreiben. Der zu den Cellulosepilzen gestellte Falsche Mehltau befällt dagegen die Blattunterseite, wo sich seine Sporenbehälter als graue oder grauviolette Beläge abzeichnen. Auf der Oberseite sind dagegen normalerweise nur kleine unscheinbare Verfärbungen sichtbar, die man nur bei genauem Hinsehen erkennt. In beiden Fällen sind die Pflanzenteile nach einiger Zeit so stark geschädigt, dass sie abfallen.
Echte Mehltaupilze befallen besonders häufig Rosen, Gurken, Kürbisse oder Möhren. Auch bei Landwirten sind Mehltaupilze gefürchtet, weil sie weder vor Getreide noch vor Weinreben Halt machen und erheblichen wirtschaftlichen Schaden verursachen können. Zu zweifelhaftem Ruhm kam Phytophthora infestans, der Erreger der Kraut- und Knollenfäule bei Kartoffeln, im 19. Jahrhundert: Er vernichtete mehrere Jahre hintereinander in Irland fast die gesamte Kartoffelernte und verursachte eine verheerende Hungersnot, der mindestens eine Million Menschen zum Opfer fiel – und noch einmal so viele verließen die Insel und wanderten nach Amerika aus.
Neue Definition für Adipositas vorgeschlagen
Ob eine Person übergewichtig ist, wird bisher anhand des Verhältnisses von Gewicht und Körpergröße bestimmt. Dieser sogenannte Body-Mass-Index (BMI) berücksichtigt aber nicht die Verteilung des Fettes im Körper und lässt zudem außer Acht, dass beispielsweise auch viel Muskelmasse zu einem hohen Gewicht führen kann. Eine...
Der wahre Bodenschatz
Die Böden in Deutschland und Europa seien krank, heißt es. Stimmt das? Nein, sagen Experten, den Böden gehe es besser als gedacht. Allerdings gibt es Bedrohungen wie Erosion oder Bodenmüdigkeit. Jetzt nehmen Forscher den Kampf dagegen auf. von TIM SCHRÖDER Wenn man mit dem Zug durch Deutschland reist und aus dem Fenster blickt,...