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LEXIKON

Busni

Ferruccio Benvenuto, italienischer Komponist und Klaviervirtuose, * 1. 4. 1866 Empoli bei Florenz,  27. 7. 1924 Berlin;galt als der „vollkommenste“ Pianist seiner Zeit und interpretierte besonders zeitgenössische Werke (F. Liszt). In seinen eigenen Werken erstrebte er einen neuen klassischen Stil; er schrieb vor allem (virtuose) Klavierwerke sowie Opern („Turandot“ 1917; „Doktor Faust“ 1925 [vollendet von P. Jarnach]), Orchester- und Kammermusik und Lieder. In seinen theoretischen Schriften („Entwurf einer neuen Ästhetik der Tonkunst“ 1907) entwickelte er zukunftsweisende Ideen (Polytonalität, Atonalität, Dritteltonmusik), die heftige Kritik provozierten. Stark umstritten sind auch seine Bearbeitungen von Bach- und Mozart-Werken.
Busoni, Ferruccio
Ferruccio Busoni
  • Erscheinungsjahr: 1917
  • Veröffentlicht: Deutsches Reich
  • Verfasser:
    Busoni
    , Ferruccio
  • Deutscher Titel: Turandot
  • Original-Titel: Turandot
  • Genre: Chinesische Fabel in zwei Akten
Neun Jahre vor Giacomo Puccini setzt Ferruccio Busoni (* 1866,  1924), deutsch-italienischer Komponist an der Grenze zwischen Spätromantik und Moderne, mit »Turandot« eine vergleichsweise harmlosere Fassung des gleichnamigen Dramas von Carlo Gozzi in Musik. Die während seines Exils in der Schweiz entstandene Oper wird am 11. Mai in Zürich uraufgeführt. Teilweise entstammt die Musik einer bereits 1911 für den Regisseur Max Reinhardt in Berlin geschriebenen Suite, die eine Aufführung des Märchenspiels untermalen sollte. In den folgenden Jahrzehnten wird Busonis »Turandot« weit gehend durch Puccinis gleichnamiges Werk verdrängt.
  • Erscheinungsjahr: 1925
  • Veröffentlicht: Deutsches Reich
  • Verfasser:
    Busoni
    , Ferruccio
  • Deutscher Titel: Doktor Faust
  • Genre: Dichtung für Musik
Postum wird am 21. Mai 1925 in der Staatsoper Dresden die Oper »Doktor Faust« des italienisch-deutschen Komponisten und Pianisten Feruccio Busoni (* 1866,  1924) unter der musikalischen Leitung von Fritz Busch uraufgeführt. Das unvollendet gebliebene Werk wurde von Busonis Schüler Philipp Jarnach nach vorhandenen Skizzen ergänzt. Busoni errang internationalen Ruhm als Konzertpianist, ehe er mit eigenen Kompositionen vor allem mit Werken für Klavier hervortrat, die teilweise die Tonalität verlassen. Er lehnte die »programmatische Musik« ab und forderte statt dessen eine »junge Klassizität« mit Rückbesinnung auf Johann Sebastian Bach und Wolfgang Amadeus Mozart. Auch in »Doktor Faust« ist kein persönlicher Stil erkennbar; die Oper besteht aus Verfremdungen musikalischer Formen. Busonis bekannteste Oper neben »Doktor Faust« ist »Turandot« (uraufgeführt 1917 in Zürich).
  • Erscheinungsjahr: 1907
  • Veröffentlicht: Italien
  • Verfasser:
    Busoni
    , Ferrucio
  • Deutscher Titel: Entwurf einer neuen Ästhetik der Tonkunst
  • Genre: Musiktheoretische Schrift
Der italienisch-deutsche Komponist und Pianist Ferrucio Busoni (* 1866,  1924) liefert in seiner »dem Musiker in Worten, Rainer Maria Rilke« gewidmeten, in deutscher Sprache in Triest erschienenen musiktheoretischen Schrift »Entwurf einer neuen Ästhetik der Tonkunst« eine kritische Würdigung der bisherigen Richtungen und Formen in der Musik und fordert die Schaffung einer absoluten »Ur-Musik«, die das Unausgesprochene darstellen soll.
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