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LEXIKON

Vierteltonmusik

Kompositionen mit einem Tonsystem, das das temperierte zwölfstufige durch Mikrotöne zwischen den kleinen Sekunden auf 24 Stufen innerhalb einer Oktave erweitert; von dem englischen Komponisten J. H. Foulds (* 1880,  1939) in einem 1898 komponierten Streichquartett zum ersten Mal verwendet. Bis 1917 bauten R. Stein (* 1882,  1942), W. von Moellendorf (* 1872,  1934) und J. Mager (* 1880,  1939) u. a. Tasteninstrumente mit Viertelton-Einteilung. Zahlreiche Komponisten (u. a. F. Busoni und A. Hába) setzten sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit meist geringem Erfolg mit der Vierteltonmusik auseinander. Die Verwendung von Vierteltönen spielte erst nach 1945 eine bedeutsame Rolle in der neuen Musik.
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