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LEXIKON

Der Strom

  • Deutscher Titel: Der Strom
  • Original-Titel: THE RIVER
  • Land: USA
  • Jahr: 1951
  • Regie: Jean Renoir
  • Drehbuch: Rumer Godden, Jean Renoir
  • Kamera: Claude Renoir
  • Schauspieler: Nora Swinburne, Esmond Knight, Arthur Shields
  • Auszeichnungen: Sonderpreis Filmfestival Venedig 1951 für Film
In einer kleinen britischen Gemeinde, die in Indien am Ufer des Ganges liegt, verbringt die 14-jährige Harriet die Zeit mit ihren zwei etwas älteren Freundinnen Valerie und Melanie. Harriet, Tochter eines Fabrik-Vorarbeiters, hat schriftstellerische Ambitionen und zeichnet daher ihre täglichen Erlebnisse in einem Tagebuch auf. Eines Tages kommt der junge US-amerikanische Leutnant John in der Gemeinde an. Er hat im Krieg ein Bein verloren und ist nun in Indien auf der Suche nach einem neuen Sinn für sein Leben. Danach erst will er in die USA zurückkehren. Die drei Mädchen verlieben sich in den melancholischen Offizier, wobei jede von ihnen diese erste Liebe unterschiedlich erlebt. Leutnant John reist schließlich in seine Heimat ab, ohne sich für eines der drei Mädchen zu entscheiden. Alle vier Beteiligten haben aber in ihrem Wesen eine Wandlung vollzogen.
Die einfache Handlung des Films wird von Jean Renoir in beeindruckender Bildersprache untermalt, die sein Neffe Claude Renoir an der Kamera erstmals in Farbe ausarbeitet. Der Strom und die Menschen, die an seinem Ufer leben, werden immer wieder ins Bild gerückt als anschauliches Symbol für den unablässigen Fluss des Lebens.
Der Aufenthalt in Indien ist für Jean Renoir eine Zwischenstation nach seinem Exil in den Vereinigten Staaten und der Rückkehr nach Europa.
Bei den Dreharbeiten wirkt auch der Inder Satyajit Ray mit, dessen umfangreiche spätere Tätigkeit als Regisseur durch die Arbeit mit Jean Renoir nachhaltig geprägt wird (erstmals zu sehen in der Trilogie »Apus Weg ins Leben«, 1955/1959).
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