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LEXIKON

Domain

[dɔuˈmɛin; die; englisch]
Gliederungseinheit innerhalb der systematischen Namenshierarchie für Rechner im Internet. Dort werden verschiedene Rechner durch ihre IP-Adresse (z. B. 216.239.39.104) identifiziert; eigentlich ist diese Adresse jedoch nicht dem Rechner, sondern der in ihm eingebauten Netzwerkkarte (englisch Network Interface Card, Abkürzung NIC) zugeordnet, so dass ein Rechner mit mehreren NICs auch mehrere IP-Adressen besitzt. Da Menschen lieber mit Worten als mit Zahlen arbeiten, wurde ein System eingeführt, in dem Namen auf IP-Adressen abgebildet werden. Der Namensraum des Internet wurde dazu in Domains (Domänen) unterteilt, die die Verantwortung zur Namensverwaltung für hierarchisch unter ihnen liegende Namen übernehmen. Mit Hilfe dieses Domain Name System (DNS) wird jedem Rechner ein hierarchisch aufgebauter Name zugeordnet. Dieser besteht aus dem Rechnernamen und der Domain, der der Rechner zugeordnet ist. Ein Rechner an der Universität Bielefeld mit Namen „pc1.chemie.uni-bielefeld.de“ gehört z. B. zur Domain „chemie.uni-bielefeld.de“, die eine Unterdomain (auch Subdomain) von „uni-bielefeld.de“ ist, welche wiederum eine Unterdomain bzw. Second-Level-Domain (SLD) der sog. Top-Level-Domain (TLD) „.de“ ist. Bei Eingabe eines Rechnernamens in voller Form (Fully Qualified Domain Name, Abkürzung FQDN), z. B. „pc1.chemie.uni-bielefeld.de“, wird mit Hilfe des zuständigen Domain Name Servers der FQDN in eine IP-Adresse zur Adressierung des Rechners umgesetzt.
Die Vergabe der Internet-Adressen und die Kontrolle darüber, dass Adressen nicht mehrfach vergeben werden, unterliegt weltweit der ICANN. Registrierungsstelle für z. B. die Vergabe der deutschen TLD „.de“ ist die 1996 gegründete DENIC eG mit Sitz in Frankfurt am Main.
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