Lexikon
Eisenzeit
die auf die Bronzezeit folgende letzte große Epoche der vorgeschichtlichen Zeit in Mitteleuropa, etwa vom 8. bis zum 1. Jahrhundert v. Chr., gekennzeichnet durch die allgemeine Verdrängung der Bronze durch Eisen für die Herstellung von Waffen und Geräten, selten auch von Schmuck.
Man verwandte das Eisen, das man fand, darunter auch stark verunreinigten Raseneisenstein. Das Erz gewann man durch Sammeln und einfachen Tagbau; in Gebieten starker Erzvorkommen auch im Tiefbau (u. a. keltische Gruben in Frankreich, römische Bergwerke in Noricum, Dalmatien, Britannien u. a. Gebieten). Die Verwendung des Eisens vollzog sich allmählich, da die Eisengegenstände denen aus Bronze zunächst noch an Härte unterlegen waren. Doch konnte das Eisen, im Gegensatz zur Bronze, überall in einem Umkreis von etwa 100 km gewonnen werden, und es bedurfte keines hochspezialisierten Bergbaus und einer so komplizierten Handelsorganisation wie bei Kupfer und Zinn.
Als seltenes und daher kostbares Metall diente Eisen seit der Mitte des 2. Jahrtausends v. Chr. als Schmuckmetall. Erst seit dem 12. Jahrhundert v. Chr. benutzte man es immer häufiger auch für Waffen und Geräte, u. a. auch in Vorderasien. Nach Vorderindien und China drang die Eisentechnik zwischen dem 5. und 3. Jahrhundert v. Chr. In Italien zählt u. a. die Este-Kultur und die Villanova-Kultur zur Eisenzeit, in Mittel- und Nordeuropa die Hallstattkultur (800–400 v. Chr.) und die von den Kelten getragene Latène-Kultur.
Wissenschaft
Weißt du, wie viel Sternlein stehen?
Es gibt Fragen, denen man ihren wissenschaftlichen Inhalt sofort ansieht. Zum Beispiel: „Ist die Fermi-Quelle 4FGL J1824.2+1231 ein Übergangs-Millisekundenpulsar?“ Das ist übrigens der Titel einer echten wissenschaftlichen Fachpublikation aus dem Jahr 2025, und falls es Sie interessiert: Die Antwort lautet „höchstwahrscheinlich...
Wissenschaft
Superwinde und Sternen-Recycling
Die Untersuchung eines seltenen Planetarischen Nebels gibt Aufschluss über den Massenverlust von Sternen. von DIRK EIDEMÜLLER Der Sternenhimmel erscheint uns unveränderlich. Doch im kosmischen Maßstab wandelt er sich mitunter rasant. Sterne entstehen, wenn sich interstellare Materie verdichtet. Und sie vergehen, wenn sie entweder...
Weitere Lexikon Artikel
Weitere Artikel aus dem Wahrig Fremdwörterlexikon
Weitere Artikel aus der Wissensbibliothek
Mehr Artikel zu diesem Thema
Weitere Artikel aus den Daten der Weltgeschichte
Weitere Artikel aus dem Großes Wörterbuch der deutschen Sprache
Weitere Artikel auf wissenschaft.de
Bunte Lebenswelt in der Ostsee
Therapie nach Maß
Wie viel Hitze verträgt der Mensch?
Wie viel ist genug?
Eine neue Art von Internet
Energiekrise im Gehirn