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LEXIKON

Endosymbintenhypothese

[griechisch]
Endosymbiontentheorie
inzwischen weitgehend anerkannte Theorie, die besagt, dass einige Zellorganellen der eukaryotischen Zelle (Eukaryoten), und zwar Mitochondrien und Plastiden (Chloroplasten u. a.), aus ursprünglich frei lebenden Prokaryoten entstanden sind. Diese sollen auf einer frühen Stufe der Evolution als Endosymbionten (Endosymbiose) in die Zellen aufgenommen worden sein und sich in diesen Urzellen erst allmählich zu hoch spezialisierten Zellorganellen entwickelt haben. Vorläufer der Mitochondrien sollen aerobe Bakterien gewesen sein, Plastiden sollen auf Cyanobakterien zurückgehen. Gestützt wird die Endosymbiontenhypothese u. a. dadurch, dass Mitochondrien und Plastiden eigenes genetisches Material in Form von DNA besitzen, die wie bei den Prokaryoten ringförmig vorliegt und nicht an Histone gebunden ist. Außerdem stellen sie eigene Proteine mithilfe von Ribosomen her, die in ihrem Aufbau denen der Prokaryoten entsprechen, nicht denen der eukaryot. Zelle. Des Weiteren sind sie von einer Doppelmembran umgeben, wobei die innere vom Symbionten stammen dürfte, während die äußere bei der Aufnahme in die Zelle von der Zellmembran abgeschnürt wurde. Tatsächlich haben die inneren Membranen eine andere Zusammensetzung als die Membranen eukaryotischer Zellen. Außerdem vermehren sich Mitochondrien und Plastiden innerhalb der Zelle eigenständig.
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