Lexikon
Entfernungsmesser
Telemeteroptisches Instrument zur Ermittlung der Entfernung eines Punktes vom eigenen Standort, z. B. bei der Landvermessung sowie bei Kameras, bei denen der Entfernungsmesser eingebaut und mit Objektiveinstellung gekuppelt sein kann (Messsucher); beruht auf trigonometrischen Beziehungen, die zwischen Stand- oder Basislinie und entsprechenden Winkeln hergestellt werden. – Zielwinkelentfernungsmesser, ein Fernrohr, mit dem die Entfernung aus der Größe des Ziels und dem Gesichtswinkel bestimmt wird. – Beim Standwinkelentfernungsmesser erfolgt die Bestimmung der Entfernung aus der Länge der Standlinie und den beiden anliegenden Winkeln. – Beim Raumbildentfernungsmesser (Stereoentfernungsmesser) wird der Gegenstand mit einem Doppelfernrohr (Scherenfernrohr) betrachtet; der Gegenstand erscheint räumlich. Funkmessgerät
In der Fotografie geschieht die Entfernungsbestimmung durch Winkelmessung der Parallaxe zweier Strahlen, die von einer Basis ausgehen und sich im Objekt schneiden. Beim Mischbildentfernungsmesser muss ein neben dem Sucherbild eingespiegeltes Messbild des Objekts zur Deckung gebracht werden: Koinzidenz-, Drehkeil- und Schwenkkeilentfernungsmesser. Der Schnittbildentfernungsmesser, Schnittbildindikator, enthält keine beweglichen Teile, sondern zwei gegeneinander versetzte klare Glaskeile mit Kreuzungspunkt in der Bildebene und horizontal oder diagonal gestellter Schnittebene. Eine Abweichung von der Scharfeinstellung ist durch gegenläufiges Auswandern einer senkrecht zur Schnittebene verlaufenden Objektlinie optisch erkennbar und muss korrigiert werden. Ein- und zweiäugige Spiegelreflexkameras haben zusätzlich zum Mattscheibenbild oder -ring noch diesen Schnittbildentfernungsmesser oder einen Mikroprismenentfernungsmesser (Prismenraster-Messfeld), bei dem bis zu mittleren Blenden auf mikroskopisch kleinen Kunststoffrastern eine bessere Scharfeinstellung als auf der gekörnten Mattscheibe möglich ist.
Wissenschaft
»Entscheidend ist die Empfindungsfähigkeit«
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