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LEXIKON

Fellni

Federico, italienischer Filmregisseur, * 20. 1. 1920 Rimini,  31. 10. 1993 Rom; war verheiratet mit der Schauspielerin G. Masina, die auch in einigen seiner Filme spielte; zunächst vom Neorealismus gepägt drehte Fellini später poetisch symbolhafte Filme mit stark autobiografischen Bezügen; Filme u. a.: „La Strada“ 1954; „Die Nächte der Cabiria“ 1957; „Das süße Leben“ 1960; „81/2“ 1963; „Fellinis Roma“ 1972; „Amarcord“ 1973; „Fellinis Casanova“ 1976; „Ginger und Fred“ 1986; „Die Stimme des Mondes“ 1990.
Fellini, Federico
Federico Fellini
  • Deutscher Titel: La Strada Das Lied der Straße
  • Original-Titel: LA STRADA
  • Land: Italien
  • Jahr: 1954
  • Regie: Federico
    Fellin
    i
  • Drehbuch: Tullio Pinelli, Federico
    Fellin
    i
  • Kamera: Otello Martelli
  • Schauspieler: Giulietta Masina, Anthony Quinn, Richard Basehart
  • Auszeichnungen: Oscar 1957 für ausländischen Film, Silberner Löwe Venedig 1954 für Film, Preis der deutschen Filmkritik 1956 für Film
Federico
Fellin
is poetischer Film »La Strada Das Lied der Straße« wird mit internationalen Preisen überhäuft.
Der Wanderartist Zampano (Anthony Quinn) kauft für 10 000 Lire die naive Gelsomina (Giulietta Masina), damit sie ihn durch das Land begleitet und ihm bei den Auftritten hilft. Dank hört sie nie, Zampano behandelt sie wie eine Sklavin. Als sie beim Seiltänzer Il Matto Gefühl und Wärme erfährt, ist sie glücklich. Doch im Streit tötet Zampano Il Matto. Er jagt Gelsomina fort, da sie ihm lästig ist. Jahre später erfährt er von ihrem Tod. Zunächst voller Wut, dann mit bitterem Schmerz, merkt er, welche Gefühle ihn mit ihr verbanden.
Fellin
i wird vorgeworfen, er wende sich vom Neorealismus ab; seine Schilderung des Zusammenlebens völlig verschiedener Menschen trägt jedoch neorealistische Züge.
  • Deutscher Titel: Das süße Leben
  • Original-Titel: LA DOLCE VITA
  • Land: Italien
  • Jahr: 1960
  • Regie: Federico
    Fellin
    i
  • Drehbuch: Federico
    Fellin
    i, Tullio Pinelli, Ennio Flaiano
  • Kamera: Otello Martelli
  • Schauspieler: Marcello Mastroianni, Alain Cuny, Anouk Aimée, Anita Ekberg, Yvonne Furneaux
  • Auszeichnungen: Goldene Palme Filmfestspiele Cannes 1960 für Film
Federico
Fellin
is episodenhafter Film »Das süße Leben« wird zu einem Höhepunkt seines Schaffens. Der Film ist nach seiner Uraufführung heftig umstritten, einige Szenen sind den Moralisten zu freizügig. So erlangt
Fellin
is Film einen skandalträchtigen Ruhm.
Der Klatschreporter Marcello (Marcello Mastroianni) streift auf der Suche nach Geschichten durch Rom. Er schläft mit einer Millionärstochter (Anouk Aimée), begleitet einen amerikanischen Filmstar (Anita Ekberg) durch Rom und wird dafür von deren Ehemann zusammengeschlagen. Zu seinem Vater, der ihn besucht, findet er keinen Zugang. Und auch, als seine Geliebte (Yvonne Furneaux) versucht sich umzubringen, ist er hilflos. Später berichtet Marcello vom Schauplatz einer angeblichen Marienerscheinung und erfährt schließlich, dass sein Freund seine Familie und sich selbst umgebracht hat. Den Trauergästen fehlt es zwar nicht an wortreichen Erklärungen, dafür aber an echtem Mitgefühl.
Fellin
i benutzt die Figur des Marcello als Beispiel für die Unfähigkeit der Menschen seiner Zeit, echte, tragfähige Beziehungen einzugehen bzw. sich mit wirklicher Anteilnahme für andere zu interessieren. Dabei ist
Fellin
i kritisch und mitfühlend-humorvoll zugleich. Seine meisterhafte Schilderung des »dolce vita« führt dazu, dass dies von nun an ein stehender Begriff auch in anderen Sprachen wird. In Erinnerung bleibt u.a. die Szene, in der Anita Ekberg ein Bad in dem berühmten Trevi-Brunnen nimmt.
  • Deutscher Titel:
    Fellin
    is Roma
  • Original-Titel: ROMA
  • Land: Italien
  • Jahr: 1971
  • Regie: Federico
    Fellin
    i
  • Drehbuch: Federico
    Fellin
    i, Bernardino Zapponi
  • Kamera: Giuseppe Rotunno
  • Schauspieler: Fiona Florence, Anna Magnani, Marcello Mastroianni
Federico
Fellin
is »Roma« bietet den Zuschauern keine Handlung im herkömmlichen Sinn, vielmehr ist der Film ein sehr persönlich gehaltenes Porträt der Stadt Rom, das sich aus verschiedenen Aspekten zusammensetzt.
Fellin
i erzählt darin seine eigene Geschichte, wie er als 20-jähriger seine Heimatstadt Rimini verlässt und in die italienische Hauptstadt reist. Dort setzt er die Betrachter einer opulenten Fülle von Impressionen und Erlebnissen aus, in denen sich Traum- und Realitätsebenen oftmals vermischen.
  • Deutscher Titel: Amarcord
  • Original-Titel: AMARCORD
  • Land: Italien
  • Jahr: 1973
  • Regie: Federico
    Fellin
    i
  • Drehbuch: Federico
    Fellin
    i, Tonino Guerra
  • Kamera: Giuseppe Rotunno
  • Schauspieler: Bruno Zanin, Magali Noël, Pupella Maggio, Armando Brancia
  • Auszeichnungen: Oscar 1975 für ausländischen Film
Schon in den vergangenen Filmen »Die Clowns« (1970) und »
Fellin
is Roma« (1971) wurde eine Hinwendung des Regisseurs zu sich selbst deutlich. Zwar dementiert
Fellin
i auch bei »Amarcord« autobiografische Züge, doch verrät der Titel unzweideutig »A m„arcord« Ich erinnere mich.
Fellin
i geht zurück in die 30er Jahre, die Zeit des aufkommenden Faschismus. In einer kleinen Küstenstadt an der Adria verbringt der Junge Titta seine Jugend. Doch er ist nicht der eigentliche Held der Geschichte, sondern nur eine Figur unter vielen, um die sich die episodenhafte Handlung rankt: Bruchstückhafte Erinnerungen, Augenblicke aus einer von verschrobenen Menschen bewohnten Landschaft. Das Publikum ist begeistert,
Fellin
i ist in Italien der unumstrittene Regiestar.
  • Deutscher Titel:
    Fellin
    is Casanova
  • Original-Titel: IL CASANOVA DI FELLINI
  • Land: Italien
  • Jahr: 1976
  • Regie: Federico
    Fellin
    i
  • Drehbuch: Federico
    Fellin
    i, Bernardino Zapponi
  • Kamera: Giuseppe Rotunno
  • Schauspieler: Donald Sutherland, Tina Aumont, Mary Marquet, Margaret Clementi
Aus den »Memoiren« Giacomo Casanovas zaubert der italienische Regisseur Federico
Fellin
i seine eigene bizarre Version vom Leben des großen Liebhabers: »
Fellin
is Casanova« findet jedoch ein zwiespältiges Echo und spielt nur einen Teil der gigantischen Produktionskosten wieder ein.
Casanova (Donald Sutherland) flieht 1756 aus den Bleikammern Venedigs. Auf seiner Flucht durch ganz Europa macht er seinem Ruf als Herzensbrecher alle Ehre. Der Film zeichnet seinen Weg bis zu seinem Tod am Hof des Grafen von Waldstein in Böhmen nach.
Fellin
i sieht in seiner Hauptfigur eine Marionette von trauriger Gestalt. Die erstarrte höfische Gesellschaft überfordert ihn und gibt ihn der Lächerlichkeit preis. Das Porträt des Regisseurs schwankt zwischen Mitleid und Demaskierung.
Über zwei Jahre befasste sich
Fellin
i mit dem Casanova-Stoff. Mehrfach musste er den Produzenten wechseln, bekam Probleme mit der Gewerkschaft und fand zunächst keinen geeigneten Hauptdarsteller.
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