Lexikon
Gashydrate
feste, eisähnliche Verbindungen aus Wasser- und Gasmolekülen, die sich bei hohem Druck und niedrigen Temperaturen in den Sedimenten der Meere und tiefen Lagen von Permafrostböden bilden. Etwa 90% der Gashydrate enthalten Methan, wobei die Methanmoleküle in eine Käfigstruktur aus Wassermolekülen eingelagert sind. Nach Schätzungen übertrifft die in Gashydraten gespeicherte Menge an Methan das Energiepotenzial aller bekannten Lagerstätten fossiler Brennstoffe (Kohle, Erdöl und Erdgas). Neben ihrer Bedeutung als mögliche zukünftige Energiequelle sind die Gashydrate auch für das globale Klima relevant, da das bei ihrer Zersetzung frei werdende Methan in der Atmosphäre ca. 23-mal stärker als Kohlendioxid als Treibhausgas wirkt.
Wissenschaft
Die alten Griechen sind noch älter
Ein Archäologe aus Wien und ein deutscher Kernphysiker eichen die Chronologie der Antike neu. von ROLF HEßBRÜGGE Stefanos Gimatzidis sitzt in seinem Wiener Büro, trinkt einen Schluck Tee und hält kurz inne. Dann verrät er: „Ein guter Bekannter von mir, der Professor der Klassischen Archäologie an der Uni Montreal ist, hat mich...
Wissenschaft
Als der Mars bewohnbar war
Unsere Nachbarwelt war nicht immer der öde Wüstenplanet heutiger Tage. Es gab dort feuchte und lebensfreundliche Oasen – vielleicht sogar noch in der jüngeren geologischen Vergangenheit. von THORSTEN DAMBECK Der 21. Juli 2024 war für die Marsforschung ein besonderer Tag: Damals entdeckte der NASA-Rover Perseverance einen Felsen,...