Lexikon

Gashydrate

feste, eisähnliche Verbindungen aus Wasser- und Gasmolekülen, die sich bei hohem Druck und niedrigen Temperaturen in den Sedimenten der Meere und tiefen Lagen von Permafrostböden bilden. Etwa 90% der Gashydrate enthalten Methan, wobei die Methanmoleküle in eine Käfigstruktur aus Wassermolekülen eingelagert sind. Nach Schätzungen übertrifft die in Gashydraten gespeicherte Menge an Methan das Energiepotenzial aller bekannten Lagerstätten fossiler Brennstoffe (Kohle, Erdöl und Erdgas). Neben ihrer Bedeutung als mögliche zukünftige Energiequelle sind die Gashydrate auch für das globale Klima relevant, da das bei ihrer Zersetzung frei werdende Methan in der Atmosphäre ca. 23-mal stärker als Kohlendioxid als Treibhausgas wirkt.
Antennenstation
Wissenschaft

Zehntausend Antennen für die Astronomie

Zwei Kontinente, Myriaden von Sensoren, extreme Datenströme: Mit dem Square Kilometre Array entsteht das größte Radioteleskop der Welt. von KAI DÜRFELD In flimmernder Hitze ragen metallene Stäbe aus dem roten Staub des australischen Outbacks. Aus der Ferne wirken sie wie ein futuristischer Wald. Auch die vielen...

Gehirn, Schlaf
Wissenschaft

Die Müllabfuhr im Kopf

Das zentrale Entsorgungssystem des Gehirns arbeitet vor allem im Schlaf. Forscher vermuten, dass durchwachte Nächte Demenz und andere neurodegenerative Erkrankungen begünstigen. von SUSANNE DONNER Mehr als 100 Jahre glaubten Fachleute, das Gehirn recycle seinen Abfall selbst. Während andere Organe von einem Lymphsystem durchzogen...

Weitere Lexikon Artikel

Mehr Artikel zu diesem Thema

Weitere Artikel aus der Wissensbibliothek

Weitere Artikel aus dem Großes Wörterbuch der deutschen Sprache

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon