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LEXIKON

Hallenkirche

eine mehrschiffige Kirche, in der (im Unterschied zur Basilika) alle Schiffe gleiche Höhe haben, so dass das Mittelschiff nur indirekt beleuchtet ist und der ganze Raum meist von einem einheitlichen Dach überdeckt ist. In der Mitte des 12. Jahrhunderts entstanden frühe Hallenkirchen in Niederbayern (Karthaus-Prüll, Walderbach), um 1200 in Westfalen (westfälische Hallenkirche). Um 1260 entstand mit dem Langhaus der Elisabethkirche in Marburg die erste rein gotische Hallenkirche, die für die deutsche Kirchenarchitektur große Bedeutung hatte. In Frankreich erst mit der Kathedrale von Poitiers (um 1162 begonnen) deutlich in Erscheinung. In Italien ist die Hallenkirche in der Lombardei und in Mittelitalien anzutreffen; in Spanien wurden im 16. Jahrhundert Hallenkirchen errichtet.
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