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LEXIKON

Hrbou

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Thea von, deutsche Schriftstellerin und Schauspielerin, * 27. 12. 1888 Tauperlitz, Oberfranken,  1. 7. 1954 Berlin; verheiratet mit dem Filmregisseur F. Lang; schrieb viele Romane und Drehbücher, z. T. für sensationelle Ausstattungsfilme: „Das indische Grabmal“ 1917; „Die Nibelungen“ 1924; „Metropolis“ 1927.
  • Deutscher Titel: Die Nibelungen/1. Teil: Siegfried/2. Teil: Kriemhilds Rache
  • Original-Titel: DIE NIBELUNGEN
  • Land: Deutsches Reich
  • Jahr: 1924
  • Regie: Fritz Lang
  • Drehbuch: Thea von Harbou
  • Kamera: Carl Hoffmann, Günther Rittau, Walter Ruttmann
  • Schauspieler: Paul Richter, Margarete Schön, Hanna Ralph, Theodor Loos, Hans Adalbert Schlenow, Rudolf Klein-Rogge, Fritz Alberti
Langs Zweiteiler folgt der mittelalterlichen Nibelungensage: Siegfried (Paul Richter) kommt an den Hof der Burgunderkönige und verliebt sich in deren Schwester Kriemhild (Margarete Schön). Er hilft einem von ihnen, Gunther, mit einer Tarnkappe, die isländische Königin Brunhilde zu freien, so dass bald Doppelhochzeit gefeiert werden kann. Das Verhältnis der beiden Frauen ist durch Rivalität geprägt, und Kriemhild lässt sich dazu hinreißen, Siegfrieds Beteiligung an der Brautwerbung zu enthüllen. Brunhilde verbündet sich mit Hagen von Tronje, der Siegfried tötet. Während Brunhilde sich an Siegfrieds Grab reuevoll das Leben nimmt, stehen Kriemhilds Brüder zu Hagen.
Kriemhild heiratet den Hunnenkönig Etzel, folgt diesem in sein Reich und bringt einen Sohn zur Welt. Die Burgunderkönige werden zu einem Fest eingeladen: Während oben in der Halle gefeiert wird, kommt es in der Unterwelt zu einem von Kriemhild angezettelten Gemetzel zwischen Hunnen und Burgundern. Als dabei Etzels Sohn von Hagens Hand getötet wird, lässt der Hunnenherrscher die Burgunderkönige niedermachen. Kriemhild, die Hagen eigenhändig umbringt, wird von einem Getreuen Etzels aus Verzweiflung über das Unheil, das sie über sein Volk gebracht hat, getötet.
Fritz Langs Film bezieht seine epische Wucht aus einem großflächigen, stilisierten Dekor und einer ornamentalen Bildkomposition. Vor der übermächtigen Kulisse erscheinen die Menschen, die zudem aller individuellen Züge beraubt sind, klein und verloren. Lang bringt so überzeugend die Vorstellung zum Ausdruck, daß das Verhängnis mit schicksalhafter Gesetzmäßigkeit über die Beteiligten hereinbricht.
Der Film wird bis in die Gegenwart kontrovers beurteilt. Von der nationalistischen Presse nach der Premiere als deutsches Heldenepos gefeiert, sehen viele Kritiker darin bis heute eine gefährliche Verherrlichung »deutscher« Tugenden wie Kraft und Treue. Andere heben die filmkünstlerische Leistung des Regisseurs hervor und weisen darauf hin, dass eben diese Tugenden in dem Film möglicherweise auch ungewollt denunziert werden.
  • Deutscher Titel: Metropolis
  • Original-Titel: METROPOLIS
  • Land: Deutsches Reich
  • Jahr: 1927
  • Regie: Fritz Lang
  • Drehbuch: Thea von Harbou
  • Kamera: Karl Freund, Günther Rittau
  • Schauspieler: Brigitte Helm, Gustav Fröhlich, Heinrich George, Rudolf Klein-Rogge
Da die Aufführungen von Fritz Langs sieben Millionen Mark teurem Filmklassiker »Metropolis« nur gerade ein Siebtel der Produktionskosten einspielen, werden die Ufa-Studios in eine ernste Finanzkrise gestürzt. Dieser Fall löst eine heftige Diskussion über die Verhältnismäßigkeit von hohen Produktionskosten aus.
Fritz Langs mythisch-romantische Utopie »Metropolis« spielt in einer Zukunftsstadt, die in zwei Bezirke eingeteilt ist: In den Hochhäusern hoch über der Stadt wohnen die »Herrenmenschen«, während die Arbeitermassen unter der Erde für den Reichtum ihrer Herren arbeiten müssen. Herrscher von Metropolis ist Fredersen, er überwacht und kontrolliert die Stadt mit allgegenwärtigen Maschinen. Sein Sohn Freder lehnt die Machenschaften seines Vaters ab, seit er die Arbeiterin und Freiheitskämpferin Maria kennen gelernt hat. Fredersen versucht sich der engagierten Kämpferin zu entledigen, indem er von einem irren Wissenschaftler einen Roboter erfinden lässt, der in Marias Gestalt die Arbeitermassen dazu aufrufen soll, sich endgültig zu unterwerfen. Gerade noch rechtzeitig schreiten die wahre Maria und Freder ein: Sie können die Arbeiter retten und durch ihre Liebe Oberschicht und Arbeiterschaft miteinander versöhnen.
Kritiker werfen Lang vor, dass er die eher banale Handlung seines monumentalen Stummfilms mit expressionistisch durchkomponierten Bildarrangements überhöht: Gleichformige Bewegungen riesiger Menschenmassen und betriebsamer Maschinen werden eindrucksvoll in Szene gesetzt, wobei viele Aufnahmen tricktechnisch alles bisher da gewesene in den Schatten stellen. Langs Film gilt als der Erste deutsche Sciencefiction-Film und wird später zu einem Mythos der Filmgeschichte.
1984 versucht Giorgio Moroder den Mythos durch eine moderne Bearbeitung, Kolorierung und Musikuntermalung neu aufleben zu lassen allerdings ohne viel Wirkung.
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