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LEXIKON

Herzinsuffizienz

[
lateinisch
]
Herzschwäche
akutes oder chronisches Unvermögen des Herzens, bei Belastung oder bereits in Ruhe eine den Anforderungen entsprechende Förderleistung (Blutauswurf und Aufnahme des venösen Rückflusses) zu erbringen. Ist der linke Herzabschnitt betroffen, liegt eine Linksherzinsuffizienz vor. Da hierbei die rechte Herzkammer zunächst unvermindert Blut in den Lungenkreislauf pumpt, die linke Herzkammer jedoch nicht ausreichend Blut in den Körperkreislauf weitertransportieren kann, kommt es zu einer Lungenstauung mit nachfolgender Atemnot und Lungenödem. Bei der Rechtsherzinsuffizienz kann umgekehrt die geschwächte rechte Herzkammer nicht mehr genügend Blut aus dem Körperkreislauf weiterleiten. Hier kommt es zum Rückstau des venösen Blutes, der zu Leberstauung und Nierenversagen führen kann. Es können auch beide Herzabschnitte gleichzeitig betroffen sein (Globalinsuffizienz). Zu den vielfältigen Ursachen einer Herzinsuffizienz gehören arterieller Bluthochdruck, der den Herzmuskel überlastet, Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße, Herzmuskelentzündungen, Herzinfarkte und Schädigungen der Herzklappen. Neben einer entsprechenden Diät und der Vermeidung körperlicher Anstrengungen erfolgt die Behandlung einer Herzinsuffizienz durch Medikamente, die die Kontraktionskaft des Herzens steigern (z. B. Digitalis-Therapie), die Blutgefäße erweitern (z. B. ACE-Hemmer) oder das Blutvolumen durch Entwässerung senken (durch harntreibende Mittel). Der Schwerpunkt liegt jedoch auf der Beseitigung der organischen Ursachen (ggf. Bypassoperation oder Herzklappenprothese).
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