Lexikon

Hụmboldt-Universität

1810 gegründete, 1828 nach dem Stifter König Friedrich Wilhelm III. von Preußen und 1949 nach dem Gelehrten und Kulturpolitiker W. von Humboldt benannte Universität in Berlin. Die Humboldt-Universität folgte dessen Ideal und Konzept einer umfassenden Bildung, die sich frei von anderen Ansprüchen entfaltet und ihren Ausdruck in Freiheit und Einheit von Lehre und Forschung findet, und wurde damit im 19. und 20. Jahrhundert zum Vorbild. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Humboldt-Universität in das staatlich gelenkte „einheitliche sozialistische Bildungssystem“ der DDR integriert, nachdem sich ein Teil des Lehrkörpers und einige Studenten dem ideologischen Druck entzogen und 1948 im Westteil der Stadt die Freie Universität Berlin gegründet hatten. Mit der Neubildung der Länder und der Vereinigung Deutschlands 1990 wurde die Humboldt-Universität zur Hochschule des Landes Berlin mit insgesamt 19 Universitäten und Hochschulen. Die Humboldt-Universität ist in elf Fakultäten gegliedert (zur medizinischen Fakultät gehören die Krankenhäuser Charité und Virchow-Klinikum).
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