Lexikon

Initiatiọn

[
lateinisch, „Einweihung“
]
die bei den meisten Naturvölkern, besonders in mutterrechtlichen Kulturen, bei Eintritt der Pubertät zunächst für die Knaben (Jünglingsweihe), bei manchen Völkern auch für die Mädchen (Mädchenweihe) mit Eintritt der Menstruation übliche Reifeweihe (Jugendweihe, Mannbarkeitsfeier, Pubertätsfeier); ein wichtiger Teil der Übergangsriten. Ausgeprägte Feiern stellen symbolisch Tod und Wiedergeburt dar, oft unter Verleihung eines neuen Namens. Prüfungen, die Anbringung der Stammestatauierung sowie die Beschneidung bilden einen Teil der Initiation. Sie findet ihre Fortsetzung in der Aufnahme der Anwärter (Initianten) in die Altersklassen oder Geheimbünde.
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