Lexikon
Kasack, Hermann: Die Stadt hinter dem Strom
- Erscheinungsjahr: 1947
- Veröffentlicht: Deutschland
- Verfasser:
- Deutscher Titel: Die Stadt hinter dem Strom
- Genre: Roman
Eines der meistdiskutierten und meistübersetzten deutschen Bücher der Nachkriegszeit wird der Zeitroman »Die Stadt hinter dem Strom«, das epische Hauptwerk Hermann Kasacks (* 1896, † 1966), erschienen bei Suhrkamp in Frankfurt am Main, nachdem es 1946 in der Zeitung »Der Tagesspiegel« vorabgedruckt worden war. Das Werk wird 1949 mit dem Fontane-Preis ausgezeichnet, 1955 wird es in der Vertonung von Hans Vogt als Oper uraufgeführt. – Der Keilschriftforscher Dr. Robert Lindhoff wird als Archivar in die »Stadt hinter den Strom« berufen, wo er eine »vorurteilsfreie und objektive« Chronik schreiben soll, die der »allgemeinen Erfahrung frommt«. In dieser Stadt, einer riesigen Katakomben-, Höhlen- und Ruinenlandschaft, in der alles seinen geregelten, wenn auch sinnlosen Gang geht, trifft er auf Menschen, von denen er geglaubt hat, sie seien längst tot. Als er auch seiner früheren Geliebten Anna wiederbegegnet, die sich aus unerfüllter Liebe zu ihm das Leben genommen hat, weiß er, dass er der einzige Lebende in einer Totenstadt ist. Bevor er ins Reich der Lebenden zurückkehrt, nennt ihm Anna seine Funktion in dieser Totenstadt: Durch seine Chronik »Zeugnis für das Erlebte abzulegen, Botschaft zu geben, Austausch zwischen hüben und drüben«. Als Lindhoff ins Leben zurückkehrt, findet er alles in Schutt und Asche; der Krieg hat die Vision von der Totenstadt in der Wirklichkeit längst eingeholt. Er durchreist das zerstörte Land und liest aus seiner Chronik, bis er stirbt und wieder die Brücke über den Strom passiert. Der Weg ins »Chaos«, ins große »Nichts«, erscheint ihm als der einzige Ausweg für die Bewohner der Stadt hinter dem Strom, deren Schicksal keinen Erinnerungswert mehr für die Menschheit, d. h. für die »Zukunft des Lebens« besitzt.
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