Lexikon
Kitsch
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der; vielleicht von mundartlich kitschen, „Straßenschmutz zusammenkehren“
]um 1870 im Münchner Kunsthandel entstandenes Wort, das ursprünglich billigen Kunstersatz bezeichnete. Heute wird der Begriff abwertend, wenn auch nicht im Sinn eines absoluten ästhetischen Urteils, dazu benutzt, ein Produkt als pseudokünstlerisch als etwas, das „höhere Werte“ nur vortäuscht, zu kennzeichnen. Die Ausdrucksmittel des Kitschs sind selten originell, wirken häufig grotesk und appellieren besonders an eine unkritische Aufnahmebereitschaft und den Sinn für das Modisch-Gefällige. Die Grenze zwischen Kunst und Kitsch ist nicht eindeutig, u. a. kann Kunst auch durch die Rezeptionsweise verkitscht werden.
Wissenschaft
Stacheliger Urahn der Weichtiere
Den Vorfahren von Auster, Weinbergschnecke und Co. auf der Spur: Forschende haben einen urtümlichen Vertreter der Weichtiere entdeckt, der Licht auf die Evolutionsgeschichte dieses heute artenreichen Tierstamms wirft. Die über eine halbe Milliarde Jahre alten Fossilien von Shishania aculeata legen nahe, dass die Mollusken aus...
Wissenschaft
Schädlicher Putzmittelwahn
Weniger ist bei Reinigungsmitteln oft mehr – für die Umwelt und die Gesundheit. Denn die Produkte sind potenziell schädlich. Auch wie sie sich auf lange Zeit auswirken, ist wenig bekannt. von SUSANNE DONNER Für jeden Fleck das perfekte Mittel, verspricht die Industrie und lässt die Drogerieregale überquellen: Kraftschaum gegen...