Lexikon

Kitsch

[
der; vielleicht von mundartlich kitschen, „Straßenschmutz zusammenkehren“
]
um 1870 im Münchner Kunsthandel entstandenes Wort, das ursprünglich billigen Kunstersatz bezeichnete. Heute wird der Begriff abwertend, wenn auch nicht im Sinn eines absoluten ästhetischen Urteils, dazu benutzt, ein Produkt als pseudokünstlerisch als etwas, das „höhere Werte“ nur vortäuscht, zu kennzeichnen. Die Ausdrucksmittel des Kitschs sind selten originell, wirken häufig grotesk und appellieren besonders an eine unkritische Aufnahmebereitschaft und den Sinn für das Modisch-Gefällige. Die Grenze zwischen Kunst und Kitsch ist nicht eindeutig, u. a. kann Kunst auch durch die Rezeptionsweise verkitscht werden.
Text
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