Lexikon
Lautverschiebung
seit J. Grimm mehrere Vorgänge in der Lautgeschichte der germanischen Sprachen, bei denen jeweils Gruppen von Konsonanten sich in einem einheitlichen Merkmal (z. B. Spirantisierung) verändern.
Erste Lautverschiebung
Die erste oder germanische Lautverschiebung unterscheidet die germanische von den übrigen indoeuropäischen Sprachen. Sie besteht in Folgendem: 1. Die indoeuropäischen Tenues (p, t, k) wurden im Germanischen im Anlaut zu Reibelauten (f, þ, h); im Inlaut wurden sie, falls der indoeuropäische Wortakzent nicht auf der unmittelbar vorhergehenden Silbe gestanden hatte, zu stimmhaften Reibelauten (b, ð, g; Verner’sches Gesetz). – 2. Die indoeuropäischen aspirierten Mediae (bh, dh, gh) wurden zu stimmhaften Reibelauten oder zu einfachen Mediae (b, d, g). – 3. Die indoeuropäischen Mediae (b, d, g) wurden zu Tenues (p, t, k).
Zweite Lautverschiebung
Die zweite oder hochdeutsche Lautverschiebung unterscheidet die hochdeutschen Mundarten von den anderen germanischen Dialekten und besteht darin, dass die germanischen Tenues (p, t, k) im Anlaut, im In- und Auslaut nach Konsonanten und in der Gemination zu Affrikaten (pf [ph], z [tz], kch [ch]), sonst zu doppelten stimmlosen Reibelauten (ff, zz, hh [ch]), im Auslaut und nach langen Vokalen zu einfachen Reibelauten wurden, z. B. gotisch „taíhun“: althochdeutsch „zehan“ = zehn und niederdeutsch „water, maken“: hochdeutsch „Wasser, machen“. Die Verschiebung der Mediae erfasste nur Teile des althochdeutschen Sprachgebiets.
Wissenschaft
Hilft ein Krebsmedikament gegen Alzheimer?
Bei Alzheimer ist unter anderem der Glukosestoffwechsel im Gehirn beeinträchtigt, sodass die Nervenzellen nicht mehr ausreichend versorgt werden. Ein Medikament, das derzeit als Krebstherapie getestet wird, könnte dabei helfen, die Demenz in Teilen sogar rückgängig zu machen, statt sie nur zu verzögern. Das legt eine Studie...
Wissenschaft
Wie Aspirin gegen Krebsmetastasen wirken könnte
Aspirin wirkt nicht nur gegen Schmerzen oder Entzündungen, es kann bei manchen Krebsarten womöglich dabei helfen, Metastasen zu verhindern. Mithilfe von Mäusen haben Forschende nun eine Erklärung für diesen Effekt gefunden. Demnach hemmt die Acetylsalicylsäure einen Mechanismus, mit dem sich die metastasierenden Krebszellen vor...