Wissensbibliothek
Welche Wirkung hatte Maimonides' Werk?
Der »Führer der Unschlüssigen« löste bald nach seiner Übersetzung ins Hebräische den »Maimonidesstreit« aus, der insbesondere nach dem Tod des Autors schärfste Formen annahm: Die traditionalistischen Gegner verhängten gegen das Werk den Bann, die Maimonisten sprachen daraufhin den Gegenbann aus. Mit Hilfe der christlichen Inquisition erreichten die Traditionalisten sogar eine öffentliche Bücherverbrennung des Maimonides-Führers. Noch im 19. Jahrhundert war die Schrift im osteuropäischen Schtetl an den jeschiwot, den Talmudschulen, verboten, wurde jedoch häufig unter der Bank als Inbegriff des Modernen gelesen. Im Zeitalter der jüdischen Aufklärung, im 18. und 19. Jahrhundert, wurde Maimonides zum Idol der Reformer, Moses Mendelsohn und Salomon Maimon verwendeten seine Gedanken für ihren neuen Weg des jüdischen Denkens. Bis heute ist der Streit zwischen Rationalisten und Traditionalisten um den »Führer der Unschlüssigen« nicht beigelegt.
Ein Neustart fürs Immunsystem
CAR-T-Zellen könnten die Rheumatologie revolutionieren: Aktuell kommen sie für schwerkranke Patienten infrage, bei denen Standardtherapien versagen. von JULIETTE IRMER Jahrzehntelang bedeutete die Therapie einer schweren rheumatischen Autoimmunerkrankung für Patienten vor allem eines: das Immunsystem dauerhaft zu dämpfen....
Das E-Auto als Stromlieferant
Ein flexibles Stromnetz mit leistungsstarken Zwischenspeichern für Ökostrom gilt für viele Experten als die Zukunft der Energieversorgung. Elektroautos und deren Akkus sollen ein wichtiger Teil davon sein. von ROLF HEßBRÜGGE Die Akkus der aktuellen Modelle von Elektroautos können etwa 40 bis 100 Kilowattstunden an elektrischer...