Lexikon

Lessing

Verfechter von Vernunft und Toleranz

Seine literarischen Werke sind Ausdruck dieser neuen Poetik. Sie sind gekennzeichnet vom Glauben an die Notwendigkeit menschlicher Toleranz, kritischen Geistes und individueller Wahrheitssuche. Mit den bürgerlichen Trauerspielen „Miss Sara Sampson“ 1755, „Emilia Galotti“ 1772 und dem Lustspiel „Minna von Barnhelm“ 1767 gilt er als Erneuerer des deutschen Schauspiels. Im dramatischen Gedicht „Nathan der Weise“ 1779 findet der Toleranzgedanke größten Ausdruck, mit diesem Drama wird Lessing zum Wegbereiter der deutschen Klassik. Auch seine literaturtheoretischen und geschichtsphilosophischen Abhandlungen (z. B. „Laokoon oder Über die Grenzen der Malerei und Poesie“ 1766; „Die Erziehung des Menschengeschlechts“ 1780), seine Fabeln, Oden und Sinngedichte sind geprägt vom Glauben an die Vernunft- und Toleranzerziehung des Menschen.
Lessing, G. E.: Minna von Barnhelm
Minna von Barnhelm
Szene aus »Minna von Barnhelm« aus einer Aufführung von 1972
  1. Einleitung
  2. Lebensstationen
  3. Reformer und Kritiker
  4. Verfechter von Vernunft und Toleranz
Wissenschaft

Gesunde Berührung

Hautkontakt wirkt sich positiv auf Schmerzleiden, Depressionen und Ängste aus. Die größte Wirkung könnte von Streichelneuronen ausgehen. von SUSANNE DONNER Wenn ihre Enkelkinder zu Besuch kamen, wünschte sich die über 90-jährige Frau immer, dass sie ihr die Haare wuschen. „Und bitte massiert das Shampoo kräftig ein“, bat sie und...

Cyberkriminalität, Hacker
Wissenschaft

Das Arsenal der Cyberkriminellen

Cyberattacken auf IT-Systeme gehören inzwischen zum Alltag. Die Angriffe werden immer ausgefeilter. Gegenmaßnahmen, mit denen sich die Situation fundamental verbessern ließe, sind kurzfristig kaum zu erwarten. von MICHAEL VOGEL Als es endlich auffiel, war es schon zu spät. Rund 18.000 Einrichtungen hatten sich 2020 über ein...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon