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WAHRIG HERKUNFTSWöRTERBUCH

Feder

die Bezeichnung geht über
mhd.
veder,
ahd.
fedara auf
germ.
*feduro „Feder“ zurück, hergeleitet von
idg.
*petor „Flügel“, einer Ableitung zu
idg.
*pet „fliegen“, auch bezeugt in
griech.
pterón „Feder, Flügel“ und
lat.
penna „Feder“; die Bezeichnung Feder für das Schreibgerät beruht darauf, dass anfangs mit Hilfe eines Federkiels geschrieben wurde
[Info]
Feder: sich mit fremden Federn schmücken
Eine von dem mazedonischrömischen Dichter Phaedrus verfasste Fabel ist der Ausgangspunkt der Redewendung sich mit fremden Federn schmücken, mit der man Menschen abwertet, die sich einer Sache rühmen, die gar nicht ihr Verdienst ist. Im Lateinischen lautet die Redensart alienis se coloribus adornare, also „sich mit fremden Farben schmücken“. Diejenige, die dies in der im 1. Jahrhundert nach Christus geschriebenen Fabel tut, ist die Krähe sie schmückt sich mit prachtvollen Pfauenfedern. Im 13. Jahrhundert bereits verarbeitete ein sagenumwobener mhd. Dichter, der der Stricker genannt wird, diesen Stoff in einem eigenen Gedicht unter dem Titel Der Rabe mit den Pfauenfedern, und auch Lessing und La Fontaine nahmen sich des Stoffes an. Der Redensart Federn lassen müssen „Verlust, Schaden erleiden“ wiederum liegt das Bild des in eine Falle geratenen Vogels zugrunde, dem bei der Befreiung Federn ausgerissen werden.
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