Lexikon
Lungenkrebs
eine bösartige Tumorerkrankung der Lungen, die von der Bronchialschleimhaut ausgeht. Nach Art des entarteten Gewebes werden verschiedene Hauptarten unterschieden: die sehr schnell Tochtergeschwülste ausbildenden kleinzelligen Karzinome, die seltenen großzelligen Karzinome und die von der Schleimhaut oder dem Plattenepithel ausgehenden Karzinome. Zu den uncharakteristischen Beschwerden von Lungenkrebs im Frühstadium gehören Auswurf, chronischer Reizhusten, eventuell leichte Atembeschwerden. Sie entsprechen denen eines Bronchialkatarrhs und bei Rauchern, die mehr als 85% der Erkrankten ausmachen, denen eines Raucherkatarrhs. Daher wird der Lungenkrebs oft zu spät erkannt. Im fortgeschrittenen Stadium kommt es zu rapidem Gewichtsverlust, blutigem Auswurf, Atembeschwerden oder Fieber. Nach meist röntgonologischen oder computertomographischen Zufallsbefunden erfolgt eine sichere Diagnose durch eine Gewebeuntersuchung per Bronchoskopie (Endoskopie). Verursacher von Lungenkrebs sind eingeatmete krebserregende Stoffe (Inhalationskarzinogene) wie der im Tabakrauch enthaltene Teer, Asbeststäube, Arsen-, Chrom- und Nickelverbindungen und radioaktive Stoffe. Man vermutet zusätzlich eine genetische Disposition. Häufig handelt es sich auch um Lungenmetastasen anderer Krebsgeschwülste. Je nach Art und Stadium des Tumors erfolgt die Behandlung durch eine Strahlen- oder Chemotherapie, seltener kann der Tumor operativ entfernt werden. Die durchschnittliche Fünf-Jahres-Überlebensrate liegt bei rd. 10%.
Wissenschaft
Machte der Asteroideneinschlag Ameisen zu Bauern?
Tierischer Landwirtschaft auf der Spur: Vor etwa 66 Millionen Jahren bauten Ameisen erstmals Pilze für ihre Nahrungsversorgung an, geht aus einer Studie hervor. Dies spiegelt sich in Auswertungen der genetischen Daten hunderter von Pilz- und Ameisenarten wider. Die „prominente“ Entstehungszeit legt den Forschenden zufolge nahe,...
Wissenschaft
Kleine Teilchen mit großer Wirkung
Mit dem Atem gelangt nicht nur lebenswichtiger Sauerstoff in den Körper: Stickstoffdioxid und Feinstaub gefährden Lunge, Herz und Gehirn. von CLAUDIA EBERHARD-METZGER Täglich atmet ein Erwachsener mindestens 10.000 Liter Luft ein und wieder aus, nimmt dabei Sauerstoff auf und gibt Kohlendioxid ab. Nichts im Körper funktioniert...
Mehr Artikel zu diesem Thema
Weitere Artikel aus dem Kalender
Weitere Lexikon Artikel
Weitere Artikel aus der Wissensbibliothek
Weitere Artikel aus dem Bereich Gesundheit A-Z
Weitere Artikel aus dem Großes Wörterbuch der deutschen Sprache
Weitere Artikel auf wissenschaft.de
Auf zu neuen Ufern
Das Meer in Plutos Unterwelt
Besser als ihr Ruf
Starker Mann, schwache Frau?
Die Entzauberung des Vitruv
Die Musik der Sphären