Lexikon

Mẹmelland

Memelgebiet
der nördlich der Memel liegende Teil der ehemaligen Provinz Ostpreußen, 2848 km2.

Geschichte

Die Burg Memel wurde 1252 durch den Deutschen Orden angelegt; die daneben entstehende Stadt, mit niederdeutschen Kolonisten besiedelt, erhielt Lübisches Recht und wurde 1312 befestigt. Seit 1328 hatte sie eine Komturei des Deutschen Ordens und war im 16. Jahrhundert wichtiger Handelsplatz (u. a. für Edelhölzer). Seit 1525 war das Memelland Teil Preußens. Durch den Versailler Vertrag (1919) wurde es von Deutschland abgetrennt und dem Völkerbund unterstellt. 1923 von Litauen annektiert, erhielt das Memelland Autonomie, jedoch hatten die Litauer stets gegen den Widerstand der deutschen Bevölkerung zu kämpfen, 1939 wurde das Memelland an Deutschland zurückgegeben. Nach dem 2. Weltkrieg kam es an die Litauische Sowjetrepublik (heute: Litauen).
Text
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