Lexikon
Minerạllagerstätten
Anreicherungen von Mineralien; entstehen magmatisch, sedimentär oder metamorphisch. Aus einem Schmelzfluss erstarren die Mineralien an Ort und Stelle oder werden bei Eruptionen mit entweichenden Gasen transportiert und dann erst abgesetzt (z. B. Schwefel des Ätna). Die nach Abscheidung der ersten Silikatfolge (Olivin, Feldspat, Hornblende, Apatit) und der Abscheidung der liquidmagmatischen Minerallagerstätten noch sehr gasreichen Restmagmen bringen pneumatolytische Minerallagerstätten mit flüchtigen Anteilen wie Turmalin, Topas, Lepidolith, ferner seltene Erden. Die hydrothermalen Minerallagerstätten entstehen aus heißen Wassern, weit entfernt vom Magmaherd. Sie liefern u. a. Sulfide und Arsenide zahlreicher Schwermetalle sowie Quarz, Kalk-, Schwer-, Fluss- und Eisenspat. Sedimentäre Minerallagerstätten entstehen hauptsächlich durch Verwitterung, Auslösung, Karbonatisierung und Hydratisierung (Beispiel Anhydrit-Gips). Durch mechanische Zusammenschwemmung bilden sich Gold- und Edelstein-Seifen. Hohe Temperaturen und Drucke schaffen die metamorphen Minerallagerstätten. Hierher gehören die Mineralgesellschaften der kristallinen Schiefer wie Granat, Staurolith, Disthen, Spinell, Andalusit u. a. Ihr Ausgangsstoff war magmatischer oder sedimentärer Natur.
Wissenschaft
Die wilde Geschichte der Milchstraße
Karambolagen, Kannibalismus und Kreationen – von Zwergen, Riesen und der Entstehung unserer kosmischen Heimat. von RÜDIGER VAAS Astronomen ergeht es so wie den meisten Menschen: Oft ist eine Situation nur deshalb schwierig, weil man mitten drin steckt und die Übersicht fehlt. Allerdings ist das wissenschaftliche Problem ungleich...
Wissenschaft
Wettlauf zum Kreislauf
Kann der automobile Verkehr nachhaltig sein? Ein wichtiger Ansatzpunkt dafür liegt bei der Fertigung der Fahrzeuge und einem funktionierenden Recyclingkonzept. Die Forschung daran läuft auf Hochtouren und hat schon klare Erfolge hervorgebracht. von HEIKE STÜVEL Beim „i Vision Circular“ ist der Name Programm. Das sogenannte...