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LEXIKON

Minerllagerstätten

Anreicherungen von Mineralien; entstehen magmatisch, sedimentär oder metamorphisch. Aus einem Schmelzfluss erstarren die Mineralien an Ort und Stelle oder werden bei Eruptionen mit entweichenden Gasen transportiert und dann erst abgesetzt (z. B. Schwefel des Ätna). Die nach Abscheidung der ersten Silikatfolge (Olivin, Feldspat, Hornblende, Apatit) und der Abscheidung der liquidmagmatischen Minerallagerstätten noch sehr gasreichen Restmagmen bringen pneumatolytische Minerallagerstätten mit flüchtigen Anteilen wie Turmalin, Topas, Lepidolith, ferner seltene Erden. Die hydrothermalen Minerallagerstätten entstehen aus heißen Wassern, weit entfernt vom Magmaherd. Sie liefern u. a. Sulfide und Arsenide zahlreicher Schwermetalle sowie Quarz, Kalk-, Schwer-, Fluss- und Eisenspat. Sedimentäre Minerallagerstätten entstehen hauptsächlich durch Verwitterung, Auslösung, Karbonatisierung und Hydratisierung (Beispiel Anhydrit-Gips). Durch mechanische Zusammenschwemmung bilden sich Gold- und Edelstein-Seifen. Hohe Temperaturen und Drucke schaffen die metamorphen Minerallagerstätten. Hierher gehören die Mineralgesellschaften der kristallinen Schiefer wie Granat, Staurolith, Disthen, Spinell, Andalusit u. a. Ihr Ausgangsstoff war magmatischer oder sedimentärer Natur.
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