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LEXIKON

Ölpalme

Elaeis guineensis
im tropischen Afrika heimische, bis 30 m hohe Fiederpalme, die heute weltweit in den Tropen angebaut wird und eine der weltwirtschaftlich wichtigsten Ölpflanzen ist. Ihre rund 6 m langen Fiederblätter werden in älteren Stadien zum Flechten und in jüngeren als Nahrungsmittel (Palmkohl) verwendet. Die Früchte enthalten im Fruchtfleisch das Palmöl, das zur Herstellung von Nahrungsfetten, Kosmetika, Kerzen und Seifen dient, seit Mitte der 1990er Jahre vor allem aber als Biokraftstoff begehrt ist. Auch die Samen (Palmkerne) liefern ein Öl, das Palmkernöl, das zu etwa 80% aus der gesättigten Fettsäure Laurinsäure besteht und zu den festen Pflanzenfetten gehört. Vor allem die gestiegene Nachfrage nach Biokraftstoffen führt z. B. in Indonesien dazu, dass Anbauflächen für Ölpalmen zunehmend durch Brandrodung tropischer Regenwälder gewonnen werden.
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