Lexikon
Pränatạldiagnostik
[die; griechisch + lateinisch]
Untersuchungen des ungeborenen Kindes zur Früherkennung von Entwicklungsstörungen und genetischen Defekten beim Kind oder von Komplikationen bei der Schwangerschaft. Mittels inzwischen routinemäßig durchgeführter Ultraschalluntersuchungen lassen sich die Entwicklung des Körpers und der Organe des Kindes sowie des Mutterkuchens beurteilen. Über Untersuchungen des mütterlichen Blutes (z. B. Hormonanalysen) lassen sich bestimmte Stoffwechselentgleisungen ermitteln. Bei Verdacht auf genetische Defekte (mütterliches Alter über 35 Jahre, väterliches Alter über 50 Jahre oder familiäre Vorbelastung) oder Neugeborenengelbsucht werden die Chorionzottenbiopsie, die Amniozentese oder seltener Untersuchungen des Nabelschnurblutes zur Chromosomenanalyse oder Gendiagnostik durchgeführt. Ein neuer Bluttest (Praena-Test) ermöglicht eine einfache und frühzeitige Erkennung einer Trisomie 21 (Down-Syndrom). Kurz vor der Geburt geben Herzableitungen (Kardiotokographie) sowie Blutuntersuchungen des Kindes und eine Fruchtwasserspiegelung Hinweise auf mögliche Geburtskomplikationen. Bei zu erwartender Frühgeburt wird der Reifezustand der Lungen des Kindes getestet. Schwangerschaftsberatung, genetische Beratung.
Wissenschaft
Das Dunkle nach der Aufklärung
Denn die einen sind im Dunkeln. Und die anderen sind im Licht. Und man siehet die im Lichte. Die im Dunkeln sieht man nicht.“ So verkündete es Bertolt Brecht in der Dreigroschenoper, in der es um das Elend des menschlichen Alltags ging. Ebenso lassen sich diese Zeilen aber auch auf die Philosophie der Aufklärung beziehen, […]...
Wissenschaft
Die Rolle der Faszien
Lange waren die zum Bindegewebe gehörenden Faszien in Deutschland nur in der Alternativmedizin ein Thema. Anders als im anglo-amerikanischen Raum, blieb die hiesige Schulmedizin distanziert. Doch das hat sich geändert – durch neue profunde Studien. von ROLF HEßBRÜGGE Für Medizinstudenten im Präparierkurs waren Faszien früher nur...