Lexikon

Mukoviszidọse

[
lateinisch
]
Mucoviscidose; zystische Fibrose
erbliche Stoffwechselerkrankung, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Ausscheidung von Drüsenabsonderungen gestört ist. Die Mukoviszidose ist mit einem Auftreten bei 1:2 500 Neugeborenen die häufigste angeborene Stoffwechselerkrankung in Deutschland. Sie ist gekennzeichnet durch eine vermehrte Produktion und eine erhöhte Zähflüssigkeit der Sekrete aller Schleim bildenden Drüsen (insbesondere der Bronchien und des Verdauungstrakts), die sich anstauen und das umliegende Gewebe schädigen können. Das Spektrum der Mukoviszidose reicht von sehr leichten bis schwersten Verlaufsformen. Die Beschwerden beginnen meist in der frühen Kindheit mit keuchhustenähnlichem Reizhusten und Neigung zu Atemnot. Wenn die Bauchspeicheldrüse betroffen ist (zystische Pankreasfibrose), kommt es zu chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündungen mit schweren Verdauungsproblemen (übel riechende Fettstühle). Sind die Atemwege betroffen, werden die kleinen Bronchien durch das zähe Sekret schwer geschädigt (Bronchiektasien). Zusätzlich wird der Schleim leicht von Bakterien besiedelt, was zu häufig auftretender oder chronischer Bronchitis und Lungenentzündung führt. Eine Erkrankung der Galle kann eine Verstopfung der Gallenwege durch Gallenflüssigkeit bewirken (Cholestase) und Leberschäden bis hin zur Leberzirrhose verursachen. Die Behandlung erfolgt symptomatisch, die Krankheit ist nicht heilbar. Die Pränataldiagnostik der Mukoviszidose ist möglich. Selbsthilfegruppen werden organisiert von Mukoviszidose e. V. in Bonn.
Südamerika
Wissenschaft

Die ersten Menschen Südamerikas

Als moderne Menschen von Nordasien, durch Beringia, Nord- und Mittelamerika bis nach Feuerland wanderten, war dies die längste Migrationsbewegung der Menschheitsgeschichte – und führte zu einem speziellen Effekt bei der Bevölkerung Südamerikas. von DAVID NEUHÄUSER Der Spanier Hernán Cortés und seine Männer brachen 1519 von Kuba...

Symbolbild: Nahaufnahme einer menschlichen Nase
Wissenschaft

Wann empfinden wir Gerüche als Gestank?

Fisch, faule Eier, Mundgeruch, Schweiß, Desinfektionsmittel, ätherische Öle – die Liste der ekligen und unangenehmen Gerüche ist lang und zugleich höchst individuell. Aber wie genau fällen wir unser Urteil darüber, ob wir einen Geruch als angenehm oder stinkend empfinden? Wie unser Gehirn zwischen Duft und Gestank entscheidet,...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon