Gesundheit A-Z
Gentherapie
die Behandlung von Krankheiten durch einen gezielten Eingriff in das Erbgut. Durch die zunehmende Entschlüsselung der Erbsubstanz kennt man inzwischen zahlreiche Genveränderungen, die bestimmte Krankheitsbilder hervorrufen. Durch die Gentherapie ist es möglich, veränderte Gene durch gesunde zu ersetzen bzw. gesunde Gene zusätzlich in das Erbgut einzubauen. Dazu nutzt man sog. Vektoren, z. B. ungefährlichen Viren, denen das entsprechende gesunde Gen eingebaut wurde. Da Viren ihre Gene grundsätzlich in das Erbgut der befallenen Zellen einbauen, gelangt auch das gesunde Gen in die Zelle und kann dort seine Funktion aufnehmen. Nach diesem Prinzip versucht man z. B., die zystische Fibrose (Mukoviszidose) zu behandeln, die auf einem genetischen Defekt beruht. Durch geeignete Sprays sollen Vektoren mit dem gesunden Gen in die Lunge gelangen und von den Zellen aufgenommen werden. Die Gentherapie an Körperzellen ist gesetzlich erlaubt, der Eingriff in die Zellen der Keimbahn hingegen verboten. Auch Gentechnologie.
Wissenschaft
Der Ozean und das Weltklima
Die Erwärmung der Meere verändert das Klima der Erde. Die Ozeane sind wichtig für die globale Klimaregulation. Sie sind der größte CO₂-Speicher der Welt. Von RAINER KURLEMANN Menschen, die an der Küste wohnen, kennen die Wirkung des Wassers auf ihr regionales Wetter. Und für die meisten Klimazonen der Welt gilt: In Meeresnähe...
Wissenschaft
Das Ende der Hölle
Am Anfang war die Erde so heiß wie die Venus heute, kühlte jedoch schnell ab, weil die junge Sonne damals viel schwächer schien. Der atmosphärische Wasserdampf ging als Starkregen nieder und bildete die Ozeane. von THORSTEN DAMBECK Vor knapp 4,6 Milliarden Jahren entstand die Erde. Sie war ganz anders beschaffen als heute. Und...